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Rückblick: Nahversorgung neu denken? Entwicklungstrends, planungsrechtliche Aspekte und städtebauliche Potenziale am 23.10.2019 in Nürnberg

Die Zeit, als Nahversorgungsbetriebe ausschließlich in gleichförmigen Immobilien in städtebaulicher Randlage oder auf der grünen Wiese realisiert wurden sind vorbei. Es werden zwar immer noch Betriebe in der bekannten Form und Lage gebaut, die Realisierung von Supermärkten in zentralen Stadtbereichen rückt jedoch immer stärker in den Fokus der Handelsunternehmen. (Zum Weiterlesen bitte anklicken.)

Eine Hürde stellen dabei die rechtlichen Anforderungen dar, die im Rahmen der Veranstaltung ausführlich diskutiert wurden. So ist großflächiger Lebensmitteleinzelhandel im Regelfall nur in Kern- und Sondergebieten zulässig. Um die Vermutung, dass großflächiger Lebensmitteleinzelhandel nachteilige Auswirkungen auf die Raumstrukturen hat zu entkräftigen, sind eigene Gutachten erforderlich. Diese sind dezidierten Anforderungen unterworfen und müssen städtebauliche Einzelhandelskonzepte berücksichtigen.

Darüber hinaus spielt der Bau von Supermärkten in Kombination mit Wohnungsbauprojekten eine immer größere Rolle. Neben Wohnungsbaugesellschaften und Investorengruppen, treten Lebensmittelkonzerne immer häufiger selbst als Bauherren auf. Im Rahmen der Fachtagung wurden die städtebaulichen Potenziale der Aufstockung von Supermärkten besprochen sowie die Realisierung von Mischnutzungskonzepten aus rechtlicher Sicht sowie von Seiten der Handelskonzerne und Projektentwickler betrachtet.