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Rückblick: Symposium: Planungskultur regionaler Initiativen und interkommunaler Kooperation am 02.12.2019 in Köln

Anlass und Hintergrund dieses Symposiums ist die Veröffentlichung „Planungskultur regionaler Initiativen und interkommunaler Kooperation – Neue Materialien zur Planungskultur“, die momentan in Kooperation zwischen Deutschem Städtetag, Deutschem Städte- und Gemeindebund und ISW entsteht. In der, im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat geförderten Publikation werden beispielgebende Projekte zur Planungskultur regionaler Initiativen und interkommunaler Kooperation vorgestellt. (Zum Weiterlesen bitte anklicken.)

Um die Veröffentlichung inhaltlich und strukturell weiter voranzutreiben wurde im Rahmen des Symposiums am 02.12.2019 in zwei Gesprächsrunden über die aktuellen Herausforderungen der Gemeindenund über das neue Verständnis von Zielen und Inhalten interkommunaler Gemeindeentwicklung diskutiert. Abschließend wurde erörtert, wie zukünftig Stärken weiterentwickelt, Herausforderungen gemeistert und Standards regionaler Initiativen und interkommunaler Kooperation definiert werden können.

Im Rahmen der ersten Gesprächsrunde stellen Bürgermeister Wolfgang Borst aus der Stadt Hofheim i. Ufr., Dr. Christoph Hemberger vom Verband Region Stuttgart, Dr. Reimar Molitor von der Region Köln / Bonn e.V. sowie Annette Nothnagel von der OstWestfalenLippe GmbH die Besonderheiten, die Institutionalisierung und die Themenbereiche ihrer jeweiligen Kooperationsansätze dar. Deutlich wurde, dass sich die Rahmenbedingungen und die Aufgabenstellung (von der Schaffung bezahlbaren Wohnraums in wachsenden Metropolregionen bis zur Bereitstellung von Infrastruktureinrichtungen der Daseinsvorsorge in peripheren Regionen) in den letzten Jahren verändert und die Notwendigkeit von (grenz-)übergreifenden Kooperationen erhöht haben. Lebhaft diskutiert wurde, inwiefern die kommunalen Herausforderungen vornehmlich durch die Rahmenbedingungen (ökonomisch, demographisch, etc.) oder auch durch spezifische, von der Stadtgröße abhängige Herausforderungengeprägt werden. Einigkeit bestand dahingehend, dass zunächst weniger komplexe, einfach strukturierte Projekte begonnen werden sollten, bei denen schnell win-win-Effekte erzielt werden können. Erst nach Einübung der Kooperation sollten komplexere Herausforderungen angegangen werden.

In der zweiten Gesprächsrunde wurde der Blick nach vorne gerichtet und diskutiert, wie Stärken weiterentwickelt, Herausforderungen gemeistert und Maßstäbe und Standards regionaler Initiativen und interkommunaler Kooperation definiert werden können. Dazu gaben zunächst Norbert Portz vom DSTGB, Holger Hoffschröer von Reicher Haase Assoziierte, Prof. Julian Wékel (ISW / DASL) und Rüdiger Wiechers, Stadtrat a.D. Bad Vilbel und mit der Wiechers Stiftung Unterstützer dieses Symposiums, einleitende Impulsvorträge zu den Chancen und Hemmnissen interkommunaler Kooperation. Es wurde deutlich, dass ein breites Spektrum unterschiedlicher Kooperationsformen existiert, von denen sich einige Formen sowie innovative Verfahren und Instrumente bewährt haben, um die bereits angesprochenen Herausforderungen anzugehen.

David Ohnsorge, Wissenschaftlicher Referent ISW