00 18

Planungspraxis kleiner und mittlerer Städte in Deutschland

Planungspraxis

in Kooperation mit der Wiechers Stiftung

In Deutschland leben etwa 48 Millionen Menschen und damit weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung in über 2.700 kleinen und mittleren Städten. Diese Städte sind wichtiger Bestandteil des polyzentrischen Städtenetzes, übernehmen für ihren Raum wichtige Funktionen und tragen wesentlich zu demokratischen Prozessen, Meinungsbildung und damit auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

Dabei unterscheiden sich die Entwicklungsvoraussetzungen der einzelnen Städte stark voneinander: in prosperierenden Regionen sind wohlhabende Städte zu finden, die mit Herausforderungen wie steigenden Miet- und Baulandpreisen sowie schwieriger Flächenmobilisierung für dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum umgehen müssen. Am anderen Ende des Spektrums müssen sich Städte in peripher gelegenen, ländlichen Raum gegen einen Verlust von Zentralitätsfunktionen und Attraktivität als Lebens- und Arbeitsort zur Wehr setzen. Gerade für die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen spielen diese Städte eine entscheidende Rolle. Zwischen diesen Polen gibt es eine Vielzahl von sich unterschiedlich entwickelnden Städten mit unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven.

Vor diesem Hintergrund stellt die aktuelle Veröffentlichung „Planungspraxis kleiner und mittlerer Städte in Deutschland – Neue Materialien zur Planungskultur“, die als Kooperation zwischen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deutschem Städtetag, Deutschem Städte- und Gemeindebund und dem Institut für Städtebau und Wohnungswesen entstanden ist, 51 beispielgebende Planungsprozesse und Projekte zum Umgang mit aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung vor.

Die inhaltlichen und methodischen Innovationen sind nun die Grundlage für ein Symposium von Wissenschaft und Praxis mit dem Ziel, sich in drei Gesprächsrunden über die aktuellen Herausforderungen und das neue Verständnis von Zielen und Inhalten nachhaltiger Stadt- und Ortsentwicklung und über neue Planungskultur in der Gestaltung von Entwicklungsprozessen auszutauschen sowie der Frage nachzugehen, wie zukünftig Stärken weiterentwickelt, Herausforderungen gemeistert und Maßstäbe und Standards definiert werden können.

Die Fachöffentlichkeit, Planerinnen und Planer sowie Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sind herzlich eingeladen, den Status Quo der Planungskultur in kleinen und mittleren Städten in Vorträgen, Podien und Gesprächen zu reflektieren und gemeinsame Perspektiven für ihre Weiterentwicklung zu entwerfen.

Programmablauf

Mittwoch, 05.12.2018

12:00Anmeldung, Mittagsimbiss und Kontakte
13:00Begrüßung
Dr. Timo Munzinger, Deutscher Städtetag
13:10Einführung
Prof. Julian Wékel, Institut für Städtebau und Wohnungswesen München,
Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung
13:30Klein- und Mittelstädte in Deutschland - eine heterogene Städtelandschaft
Lars Porsche, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
14:15

Aktuelle Herausforderungen und neues Verständnis von Zielen und Inhalten nachhaltiger Stadt- und Ortsentwicklung
Moderation: Bernd Düsterdiek, Deutscher Städte- und Gemeindebund 
Im Gespräch:
Heinz Bunse, Stadtbaumeister a.D. Stadt Donaueschingen
Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Stadt Bad Berleburg
Andrea Gebhard, Büroinhaberin mahl gebhard konzepte
Dr. Monika Meyer, Geschäftsführerin Institut Wohnen und Umwelt
Thomas Vielhaber, Fachbereichsleiter und Planungsdezernent Stadt Arnsberg

15:30Kaffee und Kontakte
16:00

Neue Planungskultur in der Gestaltung von Entwicklungsprozessen
Moderation: Prof. Julian Wékel
Im Gespräch: 
Jens Imorde, Geschäftsführer Imorde Projekt- und Kulturberatung 
MR Armin Keller, Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Stadt Friedrichshafen
Bürgermeisterin Eva Noller, Stadt Leinfelden-Echterdingen

17:15Der Blick nach vorne - Stärken weiterentwickeln, Herausforderungen meistern, Maßstäbe und Standards definieren
Moderation: Dr. Timo Munzinger
Im Gespräch:
Prof. Dr. Peter Dehne, Hochschule Neubrandenburg
Prof. Mark Michaeli, TU München
Norbert Portz, Beigeordneter Deutscher Städte- und Gemeindebund
Rüdiger Wiechers, Stadtrat a.D. Bad Vilbel
18:30Empfang der Wiechers Stiftung: Städte für Menschen
Get-together
19:30Ende des Symposiums

 

 

Jetzt anmelden

Tagungsort

Deutscher Städtetag - Gereonshaus Gereonstraße 18-32
50670 Köln

Referent/innen

  • Bernd Düsterdiek

    Deutscher Städte- und Gemeindebund

  • Dr. Timo Munzinger

    Deutscher Städtetag

  • Lars Porsche

    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

  • Prof. Dipl.-Ing. Julian Wékel

    Institutsdirektor

Moderation

Prof. Dipl.-Ing. Julian Wékel

Institutsdirektor

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
David Ohnsorge
Telefon: 089-542706-20
E-Mail: ohnsorge@isw.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 089 54 27 06 0 ).