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Erfolgreich beteiligen in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren

Zur Anwendung von Beteiligungsformaten und Dialogverfahren in Planungswettbewerben
Frühbucherrabatt
Fortbildungsnachweis

Städtebauliche Wettbewerbsverfahren sind ein wichtiges Instrument der Planungspraxis und eigenen sich hervorragend um aus verschiedenen Vorschlägen die beste Lösung für die Planung eines Quartiers/Stadtteils oder Gebäudes auszuwählen. Neben der Fachplanung und der Politik, nimmt die Beteiligung der Öffentlichkeit in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren einen immer größeren Stellenwert in der Praxis ein und hat sich vielerorts als wichtige Ergänzung im Auswahlverfahren sowie der weiteren Bearbeitung des Siegerentwurfes bewährt.

Die Festsetzungen in der Vergabeverordnung (VgV) und der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) geben der Beteiligung in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren einen festen Rahmen, lassen jedoch ausreichend Spielraum, um im Einzelfall für jeden städtebaulichen Wettbewerb das richtige Beteiligungsmodell zu finden. Genau an dieser Stelle entstehen in der Praxis viele Fragen: 

  • Welche Verfahrensbausteine eignen sich für eine Beteiligung?
  • Wie viel Beteiligung ist sinnvoll und notwendig?
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Beteiligung?
  • Wie breit sollte die Öffentlichkeitsbeteiligung angelegt werden? Wie kann das Interesse der Bürgerinnen und Bürger für das Verfahren geweckt werden?
  • Welchen Grad der Mitwirkung bzw. welche Entscheidungskompetenz kann der Öffentlichkeit zugestanden werden? Sollten BürgervertreterInnen z.B. Mitglied der Preisgerichtsjury sein? 

Insbesondere der Grad der Mitwirkung und die dahinterstehende Frage, ob die Öffentlichkeit trotz fehlender Fachkenntnisse in der Lage ist zu beurteilen, welches das aus fachlicher Sicht beste Ergebnis ist, wird in der Praxis intensiv diskutiert. Daran schließt sich die Frage an, ob das aus fachlicher Sicht beste Ergebnis, auch das beste Ergebnis für die Öffentlichkeit ist? 

Ziel des Fachseminars ist es, mit den geladenen Expertinnen und Experten die unterschiedlichen Möglichkeiten, Verfahrensschritte und Dialogmethoden zu erörtern, die eine Beteiligung in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren ermöglichen. Darüber hinaus wird sich die Veranstaltung mit der Rolle der Öffentlichkeit in Planungsverfahren auseinandersetzen und diese im Spannungsfeld mit Fachplanenden und politischen VertreterInnen betrachten. 

Das Fachseminar setzt sich aus Fach- und Impulsvorträgen sowie Fachgesprächen zusammen und bietet viel Raum für Rückfragen und Diskussionen.

Programmablauf

Mittwoch, 29.01.2020

09:30 Anmeldung, Kaffee und Kontakte
10:00 Begrüßung und Einführung
16:45 Ende der Veranstaltung
  inkl. Mittagsimbiss und Kaffeepausen
  1. Möglichkeiten und Grenzen von Partizipation in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren
    Dr.-Ing. Christine Grüger, suedlicht moderation mediation planungsdialog
     
  2. Geeignete Beteiligungsformate und Dialogverfahren in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren
    Dipl.-Ing. Jochen Füge, ISR Innovative Stadt- und Regionalplanung GmbH
     
  3. Zur Einflussnahme von Bürgerbeteiligung auf die Juryarbeit und das Wettbewerbsergebnis
    Prof. Dr. Henrik Schultz, landschaft3 / Hochschule Osnabrück
     
  4. Mitgestaltende Bürgerbeteiligung in Wettbewerbsverfahren - Erfahrungen aus der Planungspraxis der Stadt Heidelberg
    Frank Zimmermann, Stadt Heidelberg
     
  5. Partizipation im Wettbewerbsverfahren in Groß- und Kleinstädten - Bericht aus der Sicht eines Wettbewerbsteilnehmers
    Dipl.-Ing. Torsten Becker, tobestadt Büro für Städtebau und Stadtplanung
     
  6. Gemeinsame Diskussion
Jetzt anmelden

Tagungsort

mainhaus Stadthotel Frankfurt Lange Straße 26
60311 Frankfurt am Main

Referent/innen

  • Dipl.-Ing. Torsten Becker

    tobestadt Büro für Städtebau und Stadtplanung, Frankfurt am Main

  • Dipl.-Ing. Jochen Füge

    ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH, Haan

  • Dr.-Ing. Christine Grüger

    Inhaberin, suedlicht moderation mediation planungsdialog, Freiburg

  • Prof. Dr. Henrik Schultz

    Büro landschaft3 / Hochschule Osnabrück

  • Frank Zimmermann

    Leiter, Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung, Stadt Heidelberg

Moderation

Dr.-Ing. Christine Grüger

Inhaberin, suedlicht moderation mediation planungsdialog, Freiburg

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten vom ISW eine Teilnahmebestätigung. Die AKH vergibt für die Teilnahme an der Veranstaltung 6 Fortbildungspunkte. Die AKBW erkennt die Veranstaltung mit einem Umfang von 4 Unterrichtsstunden an. Die AKNW erkennt die Veranstaltung mit einem Umfang von 7 Unterrichtsstunden an. 

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 260,00 EUR. Bei Buchung bis einschließlich 01.01.2020 erhalten Sie 10% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe, Mittagsimbiss sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Sarah Dörr
Telefon: 089-542706-13
E-Mail: doerr@isw.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 089 54 27 06 0 ).