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Planen und Bauen im Außenbereich: Zulässigkeit und Steuerung privilegierter Vorhaben

Fortbildungsnachweis

Der Außenbereich tritt zunehmend in den Fokus planerischer und baulicher Tätigkeiten. Dabei ist erklärtes gesetzgeberisches Ziel, die Inanspruchnahme von Außenbereichsflächen zu begrenzen, um diese Flächen auch zum Erhalt ihrer vielfältigen Funktionen zu schützen.

Die Vorschrift des § 35 BauGB begründet die Zulässigkeit von Vorhaben im Außenbereich und unterscheidet dabei im Grad der Zulässigkeit privilegierte Vorhaben von sonstigen Vorhaben. Diese Unterscheidung spielt auch eine Rolle, wenn es um die Steuerung solcher Vorhaben durch die Bauleitplanung geht - konkret also Konzentrationszonen auf Ebene der Flächennutzungsplanung ausgewiesen werden oder eine Steuerung durch Bebauungsplanung erfolgt. Insbesondere im ländlichen Raum sind Anlagen zu Zwecken der Tierhaltung, der Landwirtschaft und zur Erzeugung erneuerbarer Energien von Bedeutung.

Im Rahmen des Fachseminars soll das aktuelle und weitreichende Urteil des BVerwG vom 1. November 2018 - 4 C 5.17 - vorgestellt und drängende Fragen der Zulässigkeit und Steuerung von Vorhaben im Außenbereich diskutiert werden.

Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Mitarbeiter*innen der Verwaltung im Bereich der Stadtplanung und Bauaufsicht, an freie Planungs- und Ingenieurbüros sowie sonstige Interessierte.

Die aktuelle Debatte um die Wohnbaulandmobilisierung von Außenbereichsflächen ist nicht Schwerpunkt des Seminars und wird im Rahmen der Kurse 34|19 und 50|19 behandelt.

Programmablauf

09.04.2019, Dienstag

09:30Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:45Begrüßung und Einführung
Mareike Schnorr, Institut für Städtebau Berlin
10:00

Aktuelle bauliche Entwicklungen im Außenbereich und Handlungsfelder
Anforderungen an die Genehmigungspraxis, Bau- und umweltrechtliche Rahmenbedingungen, Anpassung der TA Luft, Bewertung von Umwelteinwirkungen
M.Sc. Alexander Schattauer, Ingenieurbüro Prof. Dr. Jörg Oldenburg, Oederquart

10:45Fragen und Diskussion
11:00Kaffeepause
11:15Zulassung von Vorhaben im Außenbereich
Systematik des § 35 BauGB, Unterscheidung privilegierter, sonstiger und teilprivilegierter Vorhaben, Voraussetzungen eines Privilegierungstatbestandes, Gewichtigkeit möglicher entgegenstehender Belange
Dr. Nicolai Rosin, Fachanwalt für Verwaltungsrecht bei GANTEN HÜNECKE BIENIEK & PARTNER mbB, Bremen
12:15Fragen und Diskussion
12:30Mittagspause
13:30Urteil des BVerwG vom 01.11.2018 – 4 C 5.17
Ausschluss der Privilegierung nicht UVP-(vorprüfungs-)pflichtiger gewerblicher Tierhaltungsanlagen im Außenbereich durch Bebauungsplanung
Dr. Stephan Gatz, Richter am Bundesverwaltungsgericht, Leipzig
14:15Fragen und Diskussion
14:30Praxisbericht: Planerische Steuerung von Tierhaltungsanlagen im Außenbereich
Konzentrationszonenplanung privilegierter Vorhaben durch Flächennutzungsplan, Feinsteuerung durch Bebauungsplan
Theo Gebben, Stadtbauamt der Stadt Meppen
15:15Fragen und Diskussion
15:30Kaffeepause
16:00Bauen im Außenbereich: Erzeugung erneuerbarer Energien
Energetische Nutzung von Windenergie und Biomasse, insbes. Voraussetzungen des § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB
Dr. Mahand Vogt, Fachanwältin für Verwaltungsrecht bei BLANKE MEIER EVERS Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB, Bremen
16:45Fragen und Diskussion
17:00Ende der Veranstaltung

 

 

 

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Tagungsort

Martinsclub Bremen e. V., Tagungsraum „Rathaus“ Buntentorsteinweg 24/26
28201 Bremen

Referent/innen

  • Dr. Nicolai Rosin

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht bei GANTEN HÜNECKE BIENIEK & PARTNER mbB, Bremen

  • Dr. Stephan Gatz

    Richter am Bundesverwaltungsgericht, Leipzig

  • Theo Gebben

    Stadtbauamt der Stadt Meppen

  • Dr. Mahand Vogt

    Fachanwältin für Verwaltungsrecht bei BLANKE MEIER EVERS Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB, Bremen

Moderation

Mareike Schnorr M.Sc. Umweltplanung und Recht

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie ein Mittagessen und Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Mareike Schnorr
Telefon: 030-230822-20
E-Mail: schnorr@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).