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Rechtsinstrumente der Baulandentwicklung

Regelungen und Maßnahmen des BauGB zur Entwicklung bebauungsfähiger Flächen
Fortbildungsnachweis

Die Reurbanisierung beherrscht seit einigen Jahren die städtebaulichen und stadtplanerischen Debatten: Während periphere Regionen um jeden Einwohner kämpfen, erfreuen sich die Städte und Metropolen eines stetigen Zuzugs. Trotz der Fokussierung der Stadtplanung und des Städtebaurechts auf die Innenentwicklung kommen die Kommunen kaum mit der Nachfrage nach neuem, innerstädtischem Wohnraum hinterher. Versäumnisse der Vergangenheit, z.B. in der Bodenpolitik, sowie die konstante Bodenwertsteigerung verhindern oftmals eine bedarfsgerechte Entwicklung von Bauland.

Vor diesem Hintergrund sollen in der Tagung die Rechtsinstrumente, die das BauGB der Kommune zur Baulandentwicklung zur Verfügung stellt, untersucht und diskutiert werden. So werden einzelne Phasen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für eine erfolgreiche Umsetzung fokussiert dargestellt. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Entwicklungsmaßnahme den Erwartungen gerecht werden kann, die mit ihrer konstant zunehmenden Anwendung in der Planungspraxis verbunden werden.

Neben die Entwicklungsmaßnahme treten mit dem Baugebot nach § 176 BauGB, der Baulandumlegung sowie den städtebaulichen Verträgen weitere Instrumente des BauGB, die die Entwicklung von Bauland befördern können bzw. sollen. Schließlich bilden die vorhabenbezogenen Bebauungspläne als Bauleitplan, der durch einen integrierten Durchführungsvertrag unmittelbar auf die Umsetzung angelegt ist, einen weiteren thematischen Schwerpunkt innerhalb der Fachtagung.

Die Tagung richtet sich vor allem an in der Verwaltung und freien Büros tätige Stadtplanerinnen und Stadtplaner. Darüber hinaus werden auch Rechtsanwälte, Immobilienentwickler sowie sonstige an der Thematik interessierte Personen angesprochen.

Programmablauf

19.04.2018, Donnerstag

09:00Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:45Begrüßung und Einführung
Malte Arndt, Institut für Städtebau
10:00Auswirkungen der Baulandknappheit auf den Immobilienmarkt
Matthias Waltersbacher, Referatsleiter Wohnungs- und Immobilienmärkte, BBSR, Bonn
10:45Nachfragen und Diskussion
11:00Kaffeepause
11:30Entwicklungshemmnisse rechtzeitig erkennen: Die vorbereitenden Untersuchungen im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Untersuchungstiefe, Rolle im weiteren Maßnahmenverlauf, praktische Durchführung
Andreas Kniewel, Büroleiter DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Berlin
12:15Nachfragen und Diskussion
12:30Mittagspause
13:30Festschreibung der Entwicklungsziele durch Entwicklungssatzungen und Bebauungspläne
Sebastian Pfeiffer, Projektleiter LESG mbH, Leipzig
14:15Nachfragen und Diskussion
14:30Erfahrungsbericht: Die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme in der Planungspraxis am Beispiel Berlin
Joachim Sichter, Sachgruppenleiter Abteilung IV D – Wohnungsneubau – Projektmanage-ment und Bauleitplanung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
15:15Nachfragen und Diskussion
15:30Kaffeepause
16:00Anwendungsvoraussetzungen und Möglichkeiten des Baugebots
Vorgaben des § 176 BauGB, Durchsetzungsfähige Inhalte, Konkretisierungsmöglichkeiten des durchzusetzenden Vorhabens
Prof. Dr. Klaus Oehmen, Kapellmann Rechtsanwälte, Düsseldorf
16:45Nachfragen und Diskussion
17:00Ende des Veranstaltungstages

 20.04.2018, Freitag

08:30Ankommen
09:00Städtebauliche Verträge zur Baulandentwicklung
Einsatz- und Regelungsmöglichkeiten, unzulässige Inhalte
Prof. Dr. Olaf Reidt, Redeker Sellner Dahs, Berlin
09:45Nachfragen und Diskussion
10:00Rechtliche Anforderungen an das Umlegungsverfahren
Wechselbeziehungen zur Bebauungsplanung und Erschließung, Möglichkeiten und Grenzen
Dipl.-Ing. Rainer Müller-Jökel, Ltd. Vermessungsdirektor, Leiter des Stadtvermessungsamtes Frankfurt a.M.
10:45Nachfragen und Diskussion
11:00Kaffeepause
11:30Vorhabenbezogene Bebauungspläne zur Baulandentwicklung in der Anwendungspraxis
Malte Arndt, Institut für Städtebau Berlin
12:15Nachfragen und Diskussion
12:30Mittagspause
13:30Das Verhältnis von Durchführungsvertrag und vorhabenbezogenem Bebauungsplan
Regelungsinhalte des Bebauungsplans und des Durchführungsvertrags, Umgang mit Plänen nach § 12 Abs. 3a BauGB
Klaus Haldenwang, Haldenwang Rechtsanwälte, Frankfurt a.M.
14:15Nachfragen und Diskussion
14:30Die Regelung von Erschließungsmaßnahmen und Durchführungsfristen im Durchführungsvertrag
Regelungsmöglichkeiten, rechtssichere Festsetzung der Frist, Regelungen bei Nichteinhaltung
Klaus Hoffmann, Hoffmann & Greß Rechtsanwälte PartGmbH, München
15:15Nachfragen und Diskussion
15:30Ende der Tagung

 

 

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Tagungsort

Leonardo Hotel City West Güntzelstraße 14
10717 Berlin

Referent/innen

  • Klaus Haldenwang

    Haldenwang Rechtsanwälte, Frankfurt a.M.

  • Klaus Hoffmann

    Hoffmann & Greß Rechtsanwälte PartGmbB, München

  • Andreas Kniewel

    Büroleiter DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesell-schaft, Berlin

  • Dipl.-Ing. Rainer Müller-Jökel

    Ltd. Vermessungsdirektor, Leiter des Stadtvermessungsamtes Frankfurt a.M.

  • Prof. Dr. Klaus Oehmen

    Kapellmann Rechtsanwälte, Düsseldorf

  • Sebastian Pfeiffer

    Projektleiter LESG mbH, Leipzig

  • Matthias Waltersbacher

    Referatsleiter Woh-nungs- und Immobilienmärkte, BBSR, Bonn

  • Prof. Dr. Olaf Reidt

    Redeker | Sellner | Dahs, München; Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin

Moderation

Malte Arndt M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftlicher Referent ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 350,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Malte Arndt
Telefon: 030-230822-18
E-Mail: arndt@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).