27 20

Überplanung von Bestandsbebauung und Altbebauungsplänen

Frühbucherrabatt
Fortbildungsnachweis

Im Zuge von Innenentwicklung und Nachverdichtung begegnen Städte und Gemeinden regelmäßig gewachsenen baulichen Strukturen. Diese sind nicht selten auf der Grundlage von übergeleiteten Bebauungsplänen oder von Bebauungsplänen aus der "Frühzeit" von BauGB und BauNVO entstanden. Die Überplanung solcher Strukturen und der Umgang mit "Altbebauungsplänen" ist nicht selten schon deswegen anspruchsvoll, weil zunächst sorgfältig ermittelt werden muss, ob und welche Baurechte bestehen. Denn nur so kann beurteilt werden, ob im Zuge der Überplanung in Baurechte eingegriffen wird. Um die Grundlagen der Abwägung korrekt zu ermitteln, dann rechtsfehlerfrei abzuwägen und außerdem Planungsschadensansprüche zu vermeiden, gilt es einiges zu beachten.

Im Rahmen des Fachseminars werden praxisorientiert neben den zentralen rechtlichen Anforderungen anhand von verschiedenen Fallbeispielen auch die planungsfachlichen Anforderungen erläutert.

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit Fragen und Fallbeispiele im Vorfeld der Veranstaltung einzureichen, welche dann durch die Referenten bearbeitet werden.

Bitte senden Sie diese bis spätestens 13.04.2020 an koeppen@staedtebau-berlin.de.

 

Programmablauf

21.04.2020, Dienstag, Beginn: 10:00 Uhr, Ende 17:00 Uhr

09:30 Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
1. Ausgangslage – Warum Überplanung?
  a) Innentwicklung und Nachverdichtung
b) Steuerung der baulichen Entwicklung
c) § 34 BauGB keine geeignete Alternative
2. Rechtliche Ausgangslage – Ermittlung des bauplanungsrechtlichen „Status Quo“
a) Entscheidende Fragestellungen
  • Welche Baurechte bestehen?
• Welches Verfahrens darf es denn sein?
• Neuplanung oder Planänderung?
• Planungsschadensrecht
• Insbesondere: Entwicklungen im unbeplanten Innenbereich und Planungsschadensrecht
b) ...auf der Ebene der Bebauungspläne
  Alte Bebauungspläne – statische Verweisungen
• Insbesondere: Verweis auf alte Fassungen des Landesrechts
• Klassische Fehler von „alten“ Bebauungsplänen und von deren Vorgängern
• Funktionslosigkeit und „Aufgabe“ von Grundzügen einer Planung im Planvollzug
c) unterhalb der Ebene der Bebauungspläne
• Bedeutung von Baugenehmigungen
• Schwarzbauten und Bestandschutz
  Mittagspause
3. Konsequenzen für die Bebauungsplanung
  a) Begründung der Überplanung
b) Auswahl geeigneter Festsetzungen, insbesondere
• zur Art der baulichen Nutzung (Baugebiete, Fremdkörperfestsetzungen)
• zum Maß der baulichen Nutzung
• zur überbaubaren Grundstücksfläche
c) Umgang mit bestehenden Baurechten in der Abwägung nach § 1 Abs. 7 BauGB und die Anforderungen an die Begründung
17:00 Ende der Veranstaltung
Jetzt anmelden

Tagungsort

Regionalverband Ruhr, Tagungssraum N102 Kronprinzenstraße 6
45128 Essen
In Verbindung mit dieser Buchung können Sie das Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn nutzen.

Referent/innen

  • Dr. Sebastian Seith

    Bender Harrer Krevet Rechtsanwälte

  • Dr. Patrick Heinemann

    Bender Harrer Krevet Rechtsanwälte

Moderation

Maria Köppen-Fuhrmann M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Die Veranstaltung wird bei der Architektenkammer NRW beantragt.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR. Bei Buchung bis einschließlich 24.03.2020 erhalten Sie 10% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe, Mittagsversorgung sowie Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Maria Köppen-Fuhrmann
Telefon: 030-230822-23
E-Mail: koeppen@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).