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Erfahrungsaustausch Hochwasserschutz in der Bauleitplanung

Abgesagt

Die Veranstaltung ist abgesagt.

Das Hochwasserschutzrecht unterlag jüngst zahlreichen Änderungen. So wurden im WHG wie auch im BauGB weitergehende Regelungen durch das sog. Hochwasserschutzgesetz II eingeführt, das infolge vermehrt auftretender und teils folgeschwerer Überschwemmungen verabschiedet wurde.

Der Hochwasserschutz ist als Belang im Rahmen der Bauleitplanung zu berücksichtigen. Mit welchem Gewicht dieser in die Abwägung einzustellen ist, bemisst sich nach den jeweiligen Gegebenheiten. So werden auch nach den wasserrechtlichen Vorschriften unterschiedliche Anforderungen an das Planen und Bauen in den jeweiligen Gebietstypen nach WHG gestellt, sofern das Planungs- und Bauverbot nicht greift. Neben den festgesetzten Überschwemmungsgebieten sind „Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten" und „Hochwasserentstehungsgebiete" als Gebietskategorien in das WHG aufgenommen worden.

Letztere sollen vor allem die planerische und bauliche Hochwasservorsorge aufgrund vermehrt auftretender Sturzfluten infolge von Starkregenereignissen stärken. Auch stehen im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung erweiterte Festsetzungsmöglichkeiten zur Verfügung, die der Schadensvermeidung und dienen sollen.

Um eine umfassende planerische Hochwasservorsorge zu gewährleisten, ist auch die überörtliche Ebene in den Blick zu nehmen. Die Raumordnung kann entsprechende Festlegungen treffen und die Gemeinden an diese binden. Aktuell diskutiert wird der Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz, der derzeit als Testplan in einem Planspiel erprobt wird.

Das Seminar greift die aktuellen Entwicklungen des Hochwasserschutzes auf und beantwortet relevante Fragen zu dessen Umgang in der Praxis.

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter*innen der Verwaltung im Bereich Stadtplanung, an freie Planungs- und Ingenieurbüros, Fachbehörden sowie an alle am Thema Interessierten.

Bitte bringen Sie die aktuellen Fassungen des WHG und BauGB mit.

Programmablauf

07.05.2019, Dienstag

09:30Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:45Begrüßung und Einführung
Mareike Schnorr, Institut für Städtebau Berlin
10:00Hochwasserschutz in der Bauleitplanung
Belange des Hochwasserschutzes und An-forderungen an die Abwägung, Planen in Überschwemmungs- und Risikogebieten (im Geltungsbereich der §§ 30, 34 und 35 BauGB), Festsetzungsmöglichkeiten in Bebauungsplänen, Planungs-/Bauverbot und Drittschutz
MR Heinz G. Bienek, Sächsisches Staatsministerium des Innern
11:30Fragen und Diskussion
11:45Kaffeepause
12:00Hochwasservorsorge in der Raumordnungsplanung
Gegenwärtige Praxis und Entwicklungsperspektiven, Ausblick auf den Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz
Prof. Dr.-Ing. Stefan Greiving, TU Dortmund, PLAN + RISK CONSULT, Dortmund
13:00Fragen und Diskussion
13:15Mittagspause
14:15Vorbeugender Hochwasserschutz in Häfen und Werften
Hochwasservorsorge im Spannungsfeld mit Belangen der Infrastruktur und Hafenentwicklung, Anwendungsmöglichkeiten eines hochwasserbezogenen Flächenpools
Dr. Oexle, Köhler & Klett Rechtsanwälte mbB Köln
15:00Fragen und Diskussion
15:15Kaffeepause
15:30Exkursion: Hochwasserangepasstes Bauen in der Hafen City Hamburg
Rechtliche und praktische Anforderungen, Chancen und Hindernisse einer integrierten Hochwasservorsorge, Hochwasserschutz und Stadtentwicklung
Jürgen Rux, Senior Projektmanager, Hafen City Hamburg GmbH
17:00Seminarende

 

 

 

Tagungsort

Steuer-Fachschule Dr. Endriss, Hörsaal I Steindamm 98
20099 Hamburg

Moderation

Mareike Schnorr M.Sc. Umweltplanung und Recht

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie ein Mittagessen und Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Mareike Schnorr
Telefon: 030-230822-20
E-Mail: schnorr@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).