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Siedlungsentwicklung im ländlichen Raum

Fortbildungsnachweis
Kooperationsveranstaltung

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Nachdem jahrelang der Trend der Reurbanisierung die Fachdiskussionen und schließlich die breite Öffentlichkeit dominiert hat, wird politisch nicht zuletzt aufgrund rasant steigender Boden- und Mietpreise sowie verkehrlicher Engpässe in den Metropolregionen eine Stärkung ländlicher Räume angestrebt. Diverse Gesetzespakete sollen Klein- und Mittelstädte attraktiver machen, um in der gesamträumlichen Entwicklung ein Gleichgewicht wiederherzustellen.

Dabei bietet schon das bestehende Raumordnungs- und Planungsrecht Möglichkeiten, eine Siedlungsentwicklung auch abseits der Ballungsräume zu steuern. Das Seminar fokussiert sich daher auf das bestehende Instrumentarium: Die Bedeutung einzelner Planungsebenen und ihrer Pläne werden dargestellt, Schranken und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Zudem wird die neueste Rechtsprechung, u.a. des BVerwG zu privilegierten Außenbereichsvorhaben, aufgezeigt und ihre Auswirkungen auf die Planungs- und Zulassungspraxis analysiert.

Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an PlanerInnen in der Verwaltung sowie in freien Büros. Auch ArchitektInnen, LandschaftsplanerInnen, RechtsanwältInnen sowie Studierende und andere Interessierte sind herzlich Willkommen.

Programmablauf

Donnerstag, 09.05.2019

09:15Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:45Begrüßung und Einführung
Malte Arndt
I Siedlungsentwicklung aus Sicht der Landes- und Regionalplanung
Allgemeines
- Vorgaben Landesentwicklungsplan
- Bedeutung Zentrale-Orte-Konzept
- Stadt-Umland-Beziehung
- Berücksichtigung des demografischen Wandels und des Strukturwandels
Gewerbeentwicklung
- Bedeutung der Regionalplanung für die Gewerbeentwicklung
Wohnsiedlungsflächen
- Kontext mit der Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme
- Siedlungsentwicklung nicht-zentraler Orte/Begriff der „Eigenentwicklung“
- Bindungswirkung der Ziele der Raumordnung und Zielabweichung
Andrea Lagemann
II Möglichkeiten der gemeindlichen Planung
Grundlagen
- Gebot der städtebaulichen Erforderlichkeit: Bedarfsorientierung?
Heinz Bienek
Bedeutung des Flächennutzungsplans
- Nutzung von Innenentwicklungspotenzialen
- Abwägungsgebot
Malte Arndt

Schaffung von Wohnraum
- Bebauungspläne nach § 13b BauGB
Malte Arndt

Möglichkeiten und Rechtswirkungen von Innenbereichssatzungen
- Bedeutung und Wirkung der Außenbereichssatzung nach § 35 Abs. 6 BauGB
Heinz Bienek
III Vorhabenzulassung nach § 35 BauGB
Gewerbliche Nutzungen
- Privilegierte Vorhaben
- Begünstigte Vorhaben nach § 35 Abs. 4 Nr. 6 BauGB
Malte Arndt
Zulassung von Wohngebäuden
- Begünstigte Vorhaben nach § 35 Abs. 4 Nr. 1 bis 5 BauGB
Heinz Bienek
17:00Veranstaltungsende

 

 

 

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Tagungsort

Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz, Brückenturm Rheinstraße 55
55116 Mainz

Referent/innen

  • Andrea Lagemann

    Abteilung Landesplanung, Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, Mainz

  • MR Heinz G. Bienek

    Leiter des Referats Grundsatz- und Rechtsangelegenheiten im Sächsischen Staatsministerium des Innern

  • Malte Arndt M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

    Wissenschaftlicher Referent ISB Berlin

Moderation

Malte Arndt M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftlicher Referent ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Die Fachtagung ist von der Architektenkammer Rheinland-Pfalz anerkannt. Es werden 8 Unterrichtseinheiten für Architekten*innen, Landschaftsarchitekt*innen und Stadtplaner*innen vergeben. Stadtplaner*innen im Praktikum erhalten 8 Unterrichtsstunden im Themengebiet 2.1.

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe, Mittagsversorgung sowie Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Malte Arndt
Telefon: 030-230822-18
E-Mail: arndt@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).