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Erhaltungssatzungen und sozialgerechtes Wohnen

Ausgebucht

Die Veranstaltung ist ausgebucht.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist eines der drängendsten Probleme der jüngeren Vergangenheit. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Kommunen verfügen über zu wenige ent-wicklungsfähige Flächen in eigener Hand. Die niedrigen Zinsen machen Immobilien als Anlage- und Spekulationsobjekte interessant. Zudem drängen zahlungskräftige Haushalte zurück in die Stadt und leiten so Segregationsprozesse der ansässigen Bevölkerung ein. Schließlich steht das Wohnen auch in Nutzungskonkurrenzen z.B. zum Ferienwohnen – nicht selten wird kommerziellen Anbietern vorgeworfen, dem Markt weiteren Wohnraum zu entziehen

Die Wohnraumversorgung ist zudem ein besonders sensibles Thema, gehört sie doch zu den Grundlagen kommunaler Daseinsvorsorge. Längst hat die Debatte auch die politische Ebene und eine breite Öffentlichkeit erreicht, die ihrerseits Forderungen an die Kommunen oder auch den Gesetzgeber formulieren. Gerade in Großstädten wird die soziale Erhaltungssatzung zum Schutz der ortsansässigen Bevölkerung „wiederentdeckt". Doch ist das Instrument tatsächlich zur Lösung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt geeignet?

Wo liegen die Grenzen, wo mögliche Synergieeffekte mit anderen Instrumenten? Was können Kommunen noch tun, um sozialverträglichen Neubau zu ermöglichen oder bestehenden, bezahlbaren Wohnraum zu sichern? Und welche Rolle spielen AirBnB & Co. tatsächlich für den Wohnungsmarkt?

Diesen Fragen geht die Fachtagung nach, die sich insbeson-dere an Vertreter kommunaler Verwaltungen, freier Planungsbüros und der Wohnungswirtschaft richtet. Darüber hinaus sind alle anderen am Thema Interessierten herzlich willkommen.

Programmablauf

07.06.2018, Donnerstag

09:00Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:30Einführung
Malte Arndt, Institut für Städtebau
09:45Herausforderungen des Wohnungsmarkts in kommunalen Verdichtungsräumen
Sebastian Klöppel, Referent Deutscher Städtetag, Köln
10:30Zeit für Fragen
10:45Kaffeepause
11:15Überblick über die städtebaulichen Instrumente zur Einwirkung auf den Wohnungsmarkt
Soziale Erhaltungssatzung, Zweckentfremdungsverbot-Verordnung etc.
Florian Schmidt, Bezirksstadtrat Bauen, Planen und Facility Management Friedrichshain- Kreuzberg, Berlin
12:00Zeit für Fragen
12:15Mittagspause
13:30Flächendeckender Milieuschutz? Zum Anwendungsbereich der Erhaltungssatzung nach § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BauGB
Prof. Dr. jur. Gerd Schmidt-Eichstaedt, Plan und Recht GmbH, Berlin
14:15Zeit für Fragen
14:30

Praktische Erfahrungen mit dem Vorkaufsrecht und der Abwendungsvereinbarung: mehr als nur eine Drohkulisse?
Anwendungsvoraussetzungen § 24 BauGB, Fristen, Regelungsinhalte, Abwendungsvereinbarung, Beispielfälle
Beate Huf, Dezernat Planen und Wohnen, Stadt Frankfurt

15:15Zeit für Fragen
15:30Kaffeepause
16:00Tourismus im Kiez – führt authentischer Tourismus zur unauthentischen Stadt?
Auswirkungen von AirBnB auf den Wohnungsmarkt und innerstädtische Wohnqualitäten
Daniel Hofmann, GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, Berlin
16:45Zeit für Fragen
17:00Ende des Veranstaltungstages

 08.06.2018, Freitag

09:15Begrüßung und Einführung
Malte Arndt, Institut für Städtebau
09:30Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum: Wie lässt sich sozialverträglicher Wohnungsbau planen?
Vertragliche Regelungsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit, Absicherung in der Projektumsetzung
Christina Geib, Geschäftsführerin WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH
10:15Zeit für Fragen
10:30

Erhalten und Erneuern – die energetische Erneuerung in Erhaltungsgebieten
Vereinbarkeit mit Schutzzielen der Satzung, Auswirkungen auf die Bevölkerungszusammensetzung, Fördermöglichkeiten
Reiner Wild, Geschäftsführer Berliner Mieterverein, Berlin

11:15Zeit für Fragen
11:30Kaffeepause
12:00Einheimischenmodell, Baulandmodell & Co. - Der Einsatz städtebaulicher Verträge zur Sicherung sozialverträglichen Wohnraums
Dr. Gerhard Spieß, Döring Spieß Rechtsanwälte, München
12:45Zeit für Fragen
13:00Mittagspause
14:00Städtebauliche Sanierungsmaßnahme – und dann? Die Absicherung der Sanierungsziele durch die soziale Erhaltungssatzung
Theodor Winters, Geschäftsführer, S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, Berlin
14:45Zeit für Fragen
15:00Kaffeepause
15:30Zulässige Vorhaben im Geltungsbereich einer sozialen Erhaltungssatzung – was ist noch erlaubt?
Rechtsprechungsübersicht über zulässige Vorhaben, Kriterien zur rechtssicheren Überprüfung
Dr. Jörg Beckmann, Gaßner, Groth, Siederer & Coll., Berlin
16:15Zeit für Fragen
16:30Ende der Veranstaltung

 

 

 

 

 

 

Tagungsort

Institut für Städtebau Berlin Schicklerstraße 5-7
10179 Berlin

Referent/innen

  • Sebastian Klöppel

    Referent, Deutscher Städtetag, Köln

  • Florian Schmidt

    Bezirksstadtrat Bauen, Planen und Facility Management Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin

  • Prof. Dr. jur. Gerd Schmidt-Eichstaedt

    Plan und Recht GmbH, Berlin

  • Beate Huf

    Dezernat Planen und Wohnen, Stadt Frankfurt

  • Daniel Hofmann

    GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, Berlin

  • Christina Geib

    Geschäftsführerin WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

  • Reiner Wild

    Geschäftsführer Berliner Mieterverein, Berlin

  • Dr. Gerhard Spieß

    Döring Spieß Rechtsanwälte, München

  • Theodor Winters

    Geschäftsführer, S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, Berlin

  • Dr. Jörg Beckmann

    Gaßner, Groth, Siederer & Coll., Berlin

Moderation

Malte Arndt M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftlicher Referent ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Die Anerkennung für ausgewählte Architektenkammern wird angefragt.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 350,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Malte Arndt
Telefon: 030-230822-18
E-Mail: arndt@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).