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Soziale Erhaltungssatzungen in der Anwendungspraxis

Fortbildungsnachweis

In Kooperation mit dem DIHK

Neben der Schaffung neuen Wohnraums ist die Sicherung bestehender Wohnungen zu bezahlbaren Mieten eine der Säulen vieler Kommunen, um die Situation auf den angespannten Wohnungsmärkten zu ändern. Als Instrument der Wahl hat sich hierbei aus städtebaulicher Sicht der Einsatz sozialer Erhaltungssatzungen etabliert, die mittlerweile in vielen deutschen Großstädten Anwendung finden oder deren Notwendigkeit zumindest geprüft wird.

Allerdings stellen sich im Zusammenhang mit dem Milieuschutz zahlreiche Praxisfragen, die einer näheren Betrachtung bedürfen. Das fängt schon mit der Voruntersuchung an, die üblicherweise von einem groben Raster ausgeht und potenziell für eine Satzung geeignete Gebiete identifiziert, die dann näher untersucht werden. Welche Indikatoren dabei eine Rolle spielen bzw. auf welcher Grundlage die notwendigen Daten erhoben werden, divergiert allerdings von Stadt zu Stadt. Ebenso diskussionsfähig ist, welche Maßnahmen Eigentümer im Geltungsbereich einer Satzung durchführen dürfen oder nach welchen Kriterien überhaupt die Satzung vollzogen wird. Schließlich können die Kommunen durch den Erlass von Erhaltungssatzungen ein Vorkaufsrecht ausüben, das unmittelbar auf den Markt einwirkt und entsprechend kontrovers diskutiert wird.

Dieser thematische Rahmen wird in der Fachtagung aufgenommen, die einzelne Fragestellungen vertieft und letztlich einen fachlichen Austausch und Diskurs fördern will. Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an StadtplanerInnen in der Verwaltung, an in privaten Büros tätige, RechtsanwältInnen sowie an alle sonstigen an der Thematik interessierten.

Programmablauf

05.06.2019, Mittwoch

09:30Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
10:00Einführung
Malte Arndt, Institut für Städtebau
10:15Soziale Erhaltungssatzungen aus Sicht der Immobilienwirtschaft: Geeignetes regulatorisches Mittel oder unverhältnismäßiger Eingriff in den Wohnungsmarkt?
Prof. Dr. Michael Voigtländer, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
11:00Zeit für Fragen
11:15Kaffeepause
11:30Vom Grobscreening zur vertieften Unter-suchung: Voruntersuchungspraxis sozi-aler Erhaltungsgebiete
Methoden, Indikatoren, Kriterien zur Auswahl von Erhaltungsgebieten
Niklas Fluß, S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, Berlin
12:15Zeit für Fragen
12:30Mittagspause
13:30Die Ermittlung potentieller Erhaltungsgebiete: Das Münchener Modell
Erhebung ohne Haushaltsbefragung: Nö-tige Datenqualität, Methodik, Beschleuni-gungseffekte
Lisa Eibler, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Landeshauptstadt München
14:15Zeit für Fragen
14:30Energetische Modernisierung, Aufzug & Co. – was darf der Eigentümer im Erhal-tungsgebiet?
Bestimmung der Mindeststandards nach EnEV und des durchschnittlichen Ausstat-tungsstandards von Wohnungen
Dr. Jörg Beckmann, Gaßner, Groth, Siederer & Coll., Berlin
15:15Zeit für Fragen
15:30Kaffeepause
16:00N.N.
N.N.
16:45Zeit für Fragen
17:00Ende des Veranstaltungstages

 06.06.2019, Donnerstag

09:15Ankommen
09:30Rechtsgrundlagen zur Ausübung des Vorkaufsrechts und Abwendungsvereinbarungen
Axel Dyroff, Schultz und Seldeneck Rechtsanwälte und Notare, Berlin
10:15Zeit für Fragen
10:30Verkehrswertermittlung in Erhaltungsgebieten
Besonderheiten bei der Wertermittlung, Wahl des passenden Modells
Isabelle Kuhbier, Sachverständigenbüro Kuhbier, Berlin
11:15Zeit für Fragen
11:30Kaffeepause
12:00Finanzierungsmöglichkeiten zur Ausübung des Vorkaufsrechts
Ausübung zugunsten Dritter, Einrichtung von Fonds
Hans-Christian Wedemann, Referatsleiter Portfoliostrategie, Landesbetrieb Immobili-enmanagement und Grundvermögen, Hamburg
12:45Zeit für Fragen
13:00Mittagspause
14:00Vollzug der Erhaltungssatzung durch allgemeinen Kriterienkatalog – Praxisbeispiel Berlin-Pankow
Christoph Speckmann, Fachbereichsleiter Stadterneuerung, Bezirksamt Pankow, Berlin
14:30Vollzug der Erhaltungssatzung durch Einzelfallprüfung – Praxisbeispiel Hamburg-Eimsbüttel
Anna-Lena Homann, Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt, Bezirksamt Eimsbüttel, Hamburg (angefr.)
15:00Diskussion
15:30Ende der Veranstaltung

 

 

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Tagungsort

Institut für Städtebau Berlin Schicklerstraße 5-7
10179 Berlin

Moderation

Malte Arndt M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftlicher Referent ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 350,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe, die Mittagsversorgung sowie Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

 

 

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Malte Arndt
Telefon: 030-230822-18
E-Mail: arndt@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).