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Urbane Gebiete - Möglichkeiten und Grenzen in der Planungspraxis

Frühbucherrabatt
Fortbildungsnachweis
In Kooperation mit AK Berlin

Mit der Planungsrechtsnovelle 2017 wurde das urbane Gebiet als § 6a in die Baunutzungs-verordnung aufgenommen. Die neue Baugebietskategorie soll nicht nur das Planen und Bauen in innerstädtischen Gebieten vereinfachen, sondern auch die Umsetzung einer nutzungsgemischten Stadt der kurzen Wege ermöglichen.

In der Planungspraxis wirft das urbane Gebiet seit seiner Einführung einige Fragen auf: So soll im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung unter anderem diskutiert werden, ob es sich beim urbanen Gebiet lediglich um ein Instrument der Bestandsentwicklung handelt, oder ob es auch für die Neuplanung ganzer Quartiere geeignet ist. Des Weiteren wird der fachgerechte Umgang mit den vergleichsweise hohen Maßobergrenzen urbaner Gebiete – auch hinsichtlich bauordnungsrechtlicher Bestimmungen – Gegenstand sein. Obschon sich die Ausnutzungsziffern des neuen Baugebiets in Klein- und Mittelstädten regelmäßig als ausreichend erweisen, bedürfen sie vermutlich in einigen Fällen einer Überschreitung, um den Anforderungen des jeweiligen Einzelfalls gerecht zu werden. Doch erfordert eine solche Überschreitung eine spezifischere Begründung zum Bebauungsplan als bei den anderen Baugebieten der BauNVO?

Aufgrund der ebenfalls im Rahmen der Novellierung erfolgten Ergänzung der technischen Regelwerke zum Lärmschutz (TA Lärm und 18. BImSchV), ist ein weiterer zentraler Punkt der Veranstaltung der Umgang mit Lärm sowie die Rolle eines vorsorgenden Immissionsschutzes innerhalb des neuen Baugebiets. Ergänzt wird das Tagesseminar durch Beiträge zur Überplanung und Fortentwicklung von Gemengelagen durch urbane Gebiete sowie Strategien zur Stärkung der Wohnnutzung innerhalb des neuen Baugebiets.

Das Seminar richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Planungsämter und Bauaufsichten sowie an private Planungs- und Architekturbüros. Auch Angestellte der Regional- und Landesplanung sowie Studierende und sonstige Interessierte sind herzlich willkommen.

In Kooperation mit der Architektenkammer Berlin.


 

 

Programmablauf

22.06.2018, Freitag

09:00Anmeldung/ Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:30Einführung
Maria N. Köppen M.Sc., Institut für Städtebau Berlin
09:45Planbarkeit urbaner Gebiete
Bestandsentwicklung oder Neuplanung? Zweckbestimmung urbaner Gebiete, Steuerung der flexiblen Nutzungsmischung, Abgrenzungsproblematik WA/MI/MK, Trennungsgrundsatz und mögliche Nachbarschaften
Prof. Dr. Martin Wickel, Professur für Recht und Verwaltung; Studiendekan Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP), HCU Hamburg
10:30Diskussion
10:45Kaffeepause
11:00Urbanität durch Dichte? Die Maßobergrenzen urbaner Gebiete in § 17 BauNVO
Ausnutzungsziffern im Vergleich, Möglichkeit des Über- und Unterschreitens, Diskussion der Begründung zum Bebauungsplan, Grundstücksausnutzung in Hinblick auf die BauO Bln und die BbgBO, Gesunde Wohnverhältnisse, Bedeutung von Grün- und Freiflächen
Prof. Dr. Christian-W. Otto, FGK Rechtsanwälte, Potsdam; Leitung des Fachgebiets
Bau-, Planungs- und Umweltrecht der TU Berlin
11:45Diskussion
12:00Mittagspause
13:00Zulässiger Störgrad im urbanen Gebiet – Notwendige Planungserleichterung oder Rückschritt im Bereich des Lärmschutzes?
Immissionsrichtwerte im Vergleich (TA Lärm und 18. BImSchV), Planungserleichterung durch höhere Duldungslast vs. Anforderungen an eine angemessene Wohnruhe, Definition einer neuen Zumutbarkeitsschwelle, Diskussion der fehlenden Werte für DIN 18005, 16. BImSchV
Prof. Dr. Olaf Reidt, Redeker | Sellner | Dahs, München; Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin
13:45Diskussion
14.15Kaffeepause
14:30Strategien zur Stärkung des Wohnens im urbanen Gebiet
Gebietseigene Möglichkeiten zur Stärkung des Wohnens (§ 6a Abs. 4 BauNVO), Kombination mit weiteren städtebaurechtlichen Instrumenten, Einbinden in gesamtstädtische Konzepte
Dr. Tim Schwarz, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen – Grundsatzfragen Bebauungsplanung, Berlin
15:15Diskussion
15:45Kaffeepause
16:00Das urbane Gebiet – Erste Erfahrungen aus der Planungspraxis
Prof. Dr. Bernhard Weyrauch, Plan und Recht, Berlin; Honorarprofessor an der Bauhaus-Universität Weimar
16:45Diskussion
17:00Ende der Veranstaltung

 

 

 

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Tagungsort

Institut für Städtebau Berlin Schicklerstraße 5-7
10179 Berlin

Referent/innen

  • Prof. Dr. Martin Wickel

    Professur für Recht und Verwaltung; Studiendekan Resource Efficiency in Architecture and Planning (REAP), HCU Hamburg

  • Prof. Dr. Christian-W. Otto

    FGK Rechtsanwälte, Potsdam; Leitung des Fachgebiets Bau-, Planungs- und Umweltrecht der TU Berlin

  • Prof. Dr. Olaf Reidt

    Redeker | Sellner | Dahs, München; Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin

  • Dr. Tim Schwarz

    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen – Grundsatzfragen Bebauungsplanung, Berlin

  • Prof. Dr. Bernhard Weyrauch

    Plan und Recht, Berlin; Honorarprofessor an der Bauhaus-Universität Weimar

Moderation

Maria Köppen M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Die Fachtagung ist von der Architektenkammer Berlin mit 8 Unterrichtseinheiten anerkannt. Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR. Bei Buchung bis einschließlich 25.05.2018 erhalten Sie 15% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Maria Köppen
Telefon: 030-230822-23
E-Mail: koeppen@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).