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Urbane Gebiete - Möglichkeiten und Grenzen in der Planungspraxis

Fortbildungsnachweis

Mit der Planungsrechtsnovelle 2017 wurde das urbane Gebiet als § 6a in die Baunutzungsverordnung aufgenommen. Die neue Baugebietskategorie soll nicht nur das Planen und Bauen in innerstädtischen Gebieten vereinfachen, sondern auch die Umsetzung einer nutzungsgemischten Stadt der kurzen Wege ermöglichen.

In der Planungspraxis wirft das urbane Gebiet seit seiner Einführung einige Fragen auf: So soll im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung unter anderem diskutiert werden, ob es sich beim urbanen Gebiet lediglich um ein Instrument der Bestandsentwicklung handelt, oder ob es auch für die Neuplanung ganzer Quartiere geeignet ist. Des Weiteren wird der fachgerechte Umgang mit den vergleichsweise hohen Maßobergrenzen urbaner Gebiete – auch hinsichtlich bauordnungsrechtlicher Bestimmungen – Gegenstand sein. Obschon sich die Ausnutzungsziffern des neuen Baugebiets in Klein- und Mittelstädten regelmäßig als ausreichend erweisen, bedürfen sie vermutlich in einigen Fällen einer Überschreitung, um den Anforderungen des jeweiligen Einzelfalls gerecht zu werden. Doch erfordert eine solche Überschreitung eine spezifischere Begründung zum Bebauungsplan als bei den anderen Baugebieten der BauNVO?

Aufgrund der ebenfalls im Rahmen der Novellierung erfolgten Ergänzung der technischen Regelwerke zum Lärmschutz (TA Lärm und 18. BImSchV), ist ein weiterer zentraler Punkt der Veranstaltung der Umgang mit Lärm sowie die Rolle eines vorsorgenden Immissionsschutzes innerhalb des neuen Baugebiets Ergänzt wird das Tagesseminar durch Beiträge zur Überplanung und Fortentwicklung von Gemengelagen durch urbane Gebiete sowie Strategien zur Stärkung der Wohnnutzung innerhalb des neuen Baugebiets.

Das Seminar richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Planungsämter und Bauaufsichten sowie an private Planungs- und Architekturbüros. Auch Angestellte der Regional- und Landesplanung sowie Studierende und sonstige Interessierte sind herzlich willkommen.

Programmablauf

29.06.2018, Freitag

09:00Anmeldung/ Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:30Einführung
Maria N. Köppen M.Sc., Institut für Städtebau
09:45Planbarkeit urbaner Gebiete
Bestandsentwicklung oder Neuplanung? Zweckbestimmung urbaner Gebiete, Steuerung der flexiblen Nutzungsmischung, Abgrenzungsproblematik WA/MI/MK, Trennungsgrundsatz und mögliche Nachbarschaften
Prof. Dr. Alexander Schink, Redeker | Sellner | Dahs, Bonn; Lehrbeauftragter der TU Berlin und der RWTH Aachen
10:30Diskussion
10:45Kaffeepause
11:00Urbanität durch Dichte? Die Maßobergrenzen urbaner Gebiete in § 17 BauNVO
Ausnutzungsziffern im Vergleich, Möglichkeit des Über- und Unterschreitens, Diskussion der Begründung zum Bebauungsplan, Grundstücksausnutzung in Hinblick auf die BauO NRW, Gesunde Wohnverhältnisse, Bedeutung von Grün- und Freiflächen
Dr. Johannes Osing, Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen
11:45Diskussion
12:00Mittagspause
13:00Zulässiger Störgrad im urbanen Gebiet – Notwendige Planungserleichterung oder Rückschritt im Bereich des Lärmschutzes?
Immissionsrichtwerte im Vergleich (TA Lärm und 18. BImSchV), Planungserleichterung durch höhere Duldungslast vs. Anforderungen an eine angemessene Wohnruhe, Definition einer neuen Zumutbarkeitsschwelle, Diskussion der fehlenden Werte für DIN 18005, 16. BImSchV
Prof. Dr. Wilhelm Söfker, Ministerialdirigent a. D.; Honorarprofessor an der Universität Bonn
13:45Diskussion
14.00Kaffeepause
14:30Überplanung von Gemengelagen –
Steuerungsmöglichkeiten urbaner Gebiete
Dr.-Ing Andrea Rüdiger, Technische Universität Dortmund
15:15Diskussion
15:30Kaffeepause
16:00

Das Urbane Gebiet – Erste Erfahrungen aus der Planungspraxis am Beispiel Köln
Anne Luise Müller, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Köln

16:45Diskussion
17:00Ende der Veranstaltung

 

 

 

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Tagungsort

Leonardo Hotel Düsseldorf City Center Ludwig-Erhard-Allee 3
40227 Düsseldorf

Referent/innen

  • Prof. Dr. Alexander Schink

    Redeker | Sellner | Dahs, Bonn; Lehrbeauftragter der TU Berlin und der RWTH Aachen

  • Dr. Johannes Osing

    Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen

  • Prof. Dr. Wilhelm Söfker

    Ministerialdirigent a. D.; Honorarprofessor an der Universität Bonn

  • Dr.-Ing. Andrea Rüdiger

    Technische Universität Dortmund

  • Anne Luise Müller

    Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Köln

Moderation

Maria Köppen-Fuhrmann M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Maria Köppen-Fuhrmann
Telefon: 030-230822-23
E-Mail: koeppen@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).