52 18

Hochwasserschutz in der räumlichen Planung und bei der Vorhabenzulassung in Baden-Württemberg

Neue Anforderungen durch das Hochwasserschutzgesetz II
Frühbucherrabatt
Fortbildungsnachweis
In Kooperation mit dem ifbau.

Das Auftreten von Hochwasserereignissen mit erheblichen Sachschäden hat innerhalb der letzten Jahre merklich zugenommen. Jüngste Überschwemmungen im Westen und Süden Deutschlands Anfang dieses Jahres haben die Dringlichkeit einer verbesserten Hochwasservorsorge erneut vor Augen geführt.

Mit dem Hochwasserschutzgesetz II vom 30. Juni 2017 wurden sowohl das BauGB als auch das WHG um weitere Regelungen zum Hochwasserschutz ergänzt. Den Gemeinden stehen nun neue Festsetzungsmöglichkeiten zum Hochwasserschutz in Bebauungsplänen zur Verfügung. Hierdurch soll die Hochwasservorsorge auch dort gestärkt werden, wo das wasserrechtliche Planungs- und Bauverbotnicht greift. Darüber hinaus wurden die Belange des Hochwasserschutzes in der Bauleitplanung konkretisiert und tlw. durchVorgaben des WHG gestärkt. Dies gilt auch in sog. „Risikogebietenaußerhalb von Überschwemmungsgebieten", die als neue Gebietskategoriein das WHG aufgenommen wurden. Stärker in den Blick genommen werden soll außerdem die Vermeidung von Schäden durch Hochwasser infolge von Starkregenereignissen. Im WHG ist hierzu das „Hochwasserentstehungsgebiet" eingeführt worden, für dessen Vorliegen die Länder Kriterien festlegen können. Von Bedeutung für die Praxis ist zudem der neu eingeführte Drittschutz bei der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen vom Planungs- und Bauverbot. Weitere rechtliche Neuerungen betreffen u. a. die Beschleunigungder Verfahren für Hochwasserschutzanlagen.

Die Tagung greift die aktuellen bundes- und landesrechtlichen Entwicklungen auf und beantwortet praxisrelevante Fragen zum Hochwasserschutz in Baden-Württemberg. Das Seminar richtet sich an Stadtplaner und alle Fachleute in Behörden, privaten Büros, Instituten und Verbänden, die im Rahmen der Hochwasserthematik tätig sind.

Bitte bringen Sie die aktuellen Fassungen des WHG und BauGB mit.

In Kooperation mit dem ifbau

Programmablauf

Dienstag, 03.07.2018

09:00Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
Begrüßung und Einführung
Mareike Schnorr, Institut für Städtebau
09:30Überblick zum Hochwasserschutz
Aktuelles zum Hochwasserschutz, Entwicklungen und Stand in Baden-Württemberg
Dr. Gerhard Spilok, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Baden-Württemberg
10:15Diskussion
10:30Kaffeepause
10:45Hochwasservorsorge und Raumordnung
ROG-Novelle: Möglichkeiten eines länderübergreifenden Raumordnungsplans des Bundes für den Hochwasserschutz nach § 17 Abs. 2 ROG
Heinz Bienek, Sächsisches Staatsministerium des Innern
11:00Diskussion
11:15Kaffeepause
11:30Hochwasserschutzgesetz II und Neuerungen in Bezug auf das Städtebaurecht
u.a. neue Gebietskategorien des Hochwasserschutzes nach WHG; Kriterien zur Ausweisung von Hochwasserentstehungsgebieten; nachbarschützende Regelungen; Vorkaufsrecht der Länder; enteignungsrechtliche Regelungen und vorzeitige Besitzeinweisung; Bevorratung von Rückhalteflächen
Heinz Bienek, Sächsisches Staatsministerium des Innern
12:45Diskussion
13:00Mittagspause
14:00Hochwasserschutz in der Bauleitplanung
Erweiterung des § 9 Abs. 1 Nr. 16 BauGB: Flächenfreihaltung, bauliche und technische Festsetzungen zur Vermeidung und Verringerung von Schäden durch Hochwasser und Starkregen
Dr. Helmut Schuster, Eisenmann/Wahle/Birk & Weidner
15:30Diskussion
15:45Kaffeepause
16:00Hochwasserschutz bei der Zulassung von Einzelvorhaben
Bauverbot und Ausnahmen; erhöhte Anforderungen durch neue Gebietstypen nach WHG; hochwasserangepasstes Bauen; Privilegierung von Verkehrsinfrastrukturvorhaben; Hochwasserschutzanlagen; Verbot von Heizölverbraucheranlagen
Andrea Bär, Regierungspräsidium Tübingen
16:45Diskussion
17:00Ende der Veranstaltung

 

 

 

Jetzt anmelden

Tagungsort

Haus der Architekten Danneckerstraße 54
70182 Stuttgart

Referent/innen

  • Dr. Gerhard Spilok

    Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

  • MR Heinz G. Bienek

    Referatsleiter für Grundsatz- und Rechtsangelegenheiten, Sächsisches Staatsministerium des Innern und Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Verfahren der Ministerkonferenz für Raumordnung

  • Dr. Helmut Schuster

    RA bei Eisenmann/Wahle/Birk & Weidner

  • Andrea Bär

    Regierungspräsidium Tübingen

Moderation

Mareike Schnorr M.Sc. Umweltplanung und Recht

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Die Fachtagung ist von der Architektenkammer Baden-Württemberg mit 8 Unterrichtsstunden für Architekten, Stadtplaner, sowie Architekten und Stadtplaner im Praktikum anerkannt. Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR. Bei Buchung bis einschließlich 05.06.2018 erhalten Sie 15% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Mareike Schnorr
Telefon: 030-230822-20
E-Mail: schnorr@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).