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ISW vor Ort in Ulm, Neu-Ulm und Tübingen

Stadtentwicklung im Südwesten – Entwicklung von Stadtquartieren, Konversion und Wohnungsbau
Abgesagt

Die Fachexkursion ist aufgrund der aktuell hohen Dymanik im Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie abgesagt. 

Die Entwicklung neuer Stadtquartiere, der Umgang mit Grund und Boden sowie die Realisierung von attraktivem Wohnraum zählen zu den drängendsten Aufgaben der kommunalen Entwicklungsplanung. In vielen Kommunen werden vormals u.a. durch gewerbliche Zwecke genutzte Areale für die Entwicklung und Neuintegration in die Stadt frei. Diese Flächen bieten vielerorts die Chance, neue Quartiere und Wohnungsbau zu realisieren.

Als beispielgebende Projekte stehen in diesem Zusammenhang meistens Entwicklungen aus Metropolen im Fokus. Eine Übertragbarkeit auf kleinere und mittlere Städte ist nicht immer gegeben. Doch auch abseits von großen Städten entstehen städtebauliche Projekte, dessen Besichtigung für die Stadtentwicklungsplanung höchst lehrreich ist – hier setzt das Programm an. Ziel der Exkursion ist es, aktuelle Herausforderungen, Strategien und Konzepte der Stadtentwicklungsplanung in Ulm, Neu-Ulm und Tübingen zu besprechen und gleichzeitig ausgewählte städtebauliche Projekte zu besichtigen. Vermittelt werden Strategien und Instrumente zu folgenden Themenschwerpunkten:

  • Innerstädtische Transformationsprozesse und Konversion
  • Kommunale Boden- und konzeptionelle Liegenschaftspolitik
  • Innovativer Wohnungsneubau und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
  • Umsetzung von Nutzungsmischung und der Gestaltung von Erdgeschosszonen
  • Konzeptvergabe von Grundstücken, Baugemeinschaften und Genossenschaften im Wohnungsbau

ULM: Durch den langjährigen Ankauf und die Entwicklung von Flächen besitzt heute bundesweit keine Stadt mehr Flächen als Ulm. Diese Bodenpolitik verschafft der Stadt ein großes Maß an Planungshoheit, das sowohl in der Entwicklung als auch der Vergabe von Grundstücken abzulesen ist. Mit dem Masterplan Citybahnhof gestaltet die Stadt aktuell das gesamte Umfeld des Hauptbahnhofs neu. Ziel ist es, durch die Neu- und Aufwertungsmaßnahmen neuen Wohnraum zu schaffen und die Innenstadt als Stadtzentrum zu stärken.

NEU-ULM: Der Bahnhof Neu-Ulm ist Bestandteil der 21er Projekte der Deutsche Bahn AG. Im Zuge des Projektes wurden umfangreiche Flächen für die städtebauliche Entwicklung und Neugestaltung der Innenstadt frei. Ziel der Stadt ist es, mit der Neuentwicklung den Anteil an qualitativ hochwertigem Wohnraum in der Innenstadt zu erhöhen, um so eine stärkere Durchmischung der Bevölkerungsstruktur zu erreichen und durch Nutzungsmischung sowie die gezielte Planung von Gewerbeeinheiten das Stadtzentrum zu stärken und neu zu beleben.

TÜBINGEN: Die Stadt Tübingen zählt bundesweit als Vorreiter in der Entwicklung neuer Stadtquartiere und moderner Wohnprojekte sowie in der Konzeptvergabe von Grundstücken. Ziel der Stadt ist es, brachliegende Flächen nicht allein als Wohnquartiere zu entwickeln, sondern lebendige Quartiere mit ausgeprägter Nutzungsmischung und einem hohen Identifikationswert zu realisieren. Im Zentrum steht dabei das Modell der Baugemeinschaften.

Kontakt

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