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Flächensparendes Planen und Bauen

Fortbildungsnachweis
ehemals 29.05.

Verlegt vom 29.05.2019 auf den 15.07.2019

Die deutliche Senkung der jährlichen Neuinanspruchnahme von Landschaftsfläche für Siedlungs-, Gewerbe und Verkehrszwecke ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel. Trotz Schaffung entsprechender planungsrechtlicher Grundsätze und Instrumente ist die Umsetzung komplexer als erwartet und die Nachfrage nach neuen Wohn- und Gewerbeflächen nach wie vor hoch. Das betrifft sowohl prosperierende Regionen mit einer positiven Bevölkerungsentwicklung, aber auch eher stagnierende Regionen, in denen Anreize für Ansässige oder Zuzugswillige geschaffen werden sollen.

Diese Entwicklung wird durch veränderte Lebens-, Arbeits und Verkehrsformen sowie steigende Ansprüche an Wohnen und Arbeiten verstärkt und kann auch zu einer Auflösung und funktionalen Entmischung bisher noch kompakter Ortsstrukturen, Verkehrswachstum und damit verbundener Schadstoffbelastung sowie zu Verlusten und Beeinträchtigungen der Kulturlandschaft führen. Die Gründe des Abweichens vom im Bauplanungsrecht verankerten Grundsatz der Innenentwicklung sind meist ein fehlender Zugriff auf Innenentwicklungspotentialflächen, höhere Grundstückskosten, die vorhandene Bebauung oder auch abweichende Ansprüche der Kommune, der Grundeigentümer und der potentiellen Nutzer.

Die Handlungsfelder der Kommunen liegen im Wesentlichen in der Bauleitplanung. Welche Strategien, welche rechtlichen oder informelle Instrumente jeweils angemessen sind, hängt vor allem von den jeweiligen planerischen Zielen ab.

Auf der Tagung sollen die zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente einer flächensparenden kommunalen Planung aufgezeigt werden. Vorträge aus der Praxis umreißen die Potenziale, Strategien und Steuerungsinstrumente aber auch die Grenzen kommunalen Handelns.

Programmablauf

15.07.2019, Montag

09:30Anmeldung, Kaffee und Kontakte
09:45Einführung
Dipl.-Ing. Andreas C. Eickermann, Institut für Städtebau Berlin
10:00Rechtliche Grundlagen und übergeordnete Planungen
Konfliktlösung: Siedlungswachstum/ Flächeninanspruchnahme
Vorschriften § 1a (2) BauGB
bestehende Rechtsinstrumente, § 13b BauGB
Martin Rist, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Referat Städtebau, Bauplanungsrecht
10:45Diskussion
11:00Kaffee und Kontakte
11:30Begrenzung von Siedlungsflächen im gemeinsamen Flächennutzungsplan
Vorgaben der Landes- und Regionalplanung
Umsetzung
Martin Müller (angefragt), Geschäftsführer des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim
12:15Diskussion
12:30Mittagspause
13:30Kommunale Strategien einer sachgerechten Siedlungs- und Gewerbeflächenentwicklung
Strategischer Einsatz von (informellen) Planungsinstrumenten,
Bodenbevorratung/Bodenpolitik, Bauleitplanung
Dipl.-Ing. Stephan Reiß-Schmidt, Stadtdirektor a.D., München
14:15Diskussion
14:30Instrumente und Maßnahmen für eine Steuerung der Siedlungsflächenentwicklung
Handlungsprogramme und Beispiele aus der Praxis
Dr.-Ing. Hermann-Lambert Oediger, Amt für Stadtplanung und Wohnen, Leiter Abteilung Stadtentwicklung (61-2) Landeshauptstadt Stuttgart
15:15Diskussion
15:30Kaffee und Kontakte
16:00Flächensparendes Planen und Bauen
Ansprüche, Möglichkeiten/Spielräume und Grenzen der Steuerung durch die Gemeinde
Stefan Dvorak, Stadt Reutlingen, Amtsleiter, Amt für Stadtentwicklung und Vermessung
16:45Diskussion
17:00Ende der Fachtagung

 

 

 

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Tagungsort

Sparkassenverband Baden-Württemberg Pariser Platz 3 A
70173 Stuttgart

Referent/innen

  • Dipl.-Ing. Martin Rist

    Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg Referat Städtebau, Bauplanungsrecht

  • Dipl.-Ing. Stephan Reiß-Schmidt

    Stadtdirektor a.D., München

  • Prof. Dr. Gerd Hager

    Verbandsdirektor, Regionalverband mittlerer Oberrhein

  • Dr.-Ing. Hermann-Lambert Oediger

    Amt für Stadtplanung und Wohnen, Leiter Abteilung Stadtentwicklung (61-2) Landeshauptstadt Stuttgart

  • Stefan Dvorak

    Stadt Reutlingen, Amtsleiter, Amt für Stadtentwicklung und Vermessung

Moderation

Dipl.-Ing. Andreas C. Eickermann

Wissenschaftlicher Referent ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Andreas C. Eickermann
Telefon: 030-230822-15
E-Mail: eickermann@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).