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Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme

Fortbildungsnachweis

Durch die steigende Wohnraumnachfrage und die regional angespannten Baulandmärkte gewinnt das Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wieder an Bedeutung. So ziehen zunehmend Städte und Gemeinden aufgrund der Schwierigkeiten bei der Baulandmobilisierung die Anwendung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Erwägung, um brachgefallene Flächen wieder nutzbar zu machen.

In der Planungspraxis wirft die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme einige Fragen auf: Was gilt es bei der Durchführung der SEM zu beachten? Welchen Beitrag kann das Instrumentarium zur Bereitstellung von Bauland leisten? Ist die SEM ein geeignetes Instrument um bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen? Wie kann die Finanzierung der SEM erfolgen? Welche Erwerbsmodelle gibt es? Wie kann mit Widerständen Betroffener/der Alteigentümer umgegangen werden? Wie kann die Beteiligung im Rahmen der SEM ausgestaltet werden? Wie können städtebauliche Qualitäten gesichert werden? Wo liegen die Grenzen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme?

Die angestoßenen Fragen werden im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung vor allem für Vertreter der kommunalen Verwaltungen, freie Planungs- und Architekturbüros, Entwicklungsträger und Vertreter der Wohnungswirtschaft beantwortet. Darüber hinaus sind alle anderen am Thema Interessierten herzlich willkommen.

Bitte bringen Sie ein aktuelles Baugesetzbuch mit.

Programmablauf

15.11.2018, Donnerstag

09:00Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:30Begrüßung und Einführung
Maria Köppen-Fuhrmann, Institut für Städtebau Berlin
09:45Vorbereitende Untersuchungen: Voraussetzungen und Anforderungen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Voraussetzungen der SEM, Prüfgegenstände der vorbereitenden Untersuchungen, Aus-kunftspflichten, formelle Schritte der vorbereitenden Untersuchungen, Rechtsfolgen, bodenrechtliche Bedeutung und Fristen
Uli Hellweg, Hellweg Urban Concept Berlin
10:45Fragen und Diskussion
11:00Kaffeepause
11:15Grundstückswertermittlung bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen
Sonderwertbestimmungen: Anfangs- und Neuordnungswerte, Ausgleichsbeträge; Methoden; Grundlagen zur Finanzierung einer SEM und für Abwendungsvereinbarungen;
Dr.-Ing. Egbert Dransfeld, Inhaber und Leiter des Instituts für Bodenmanagement (IBoMa), Dortmund
12:00Fragen und Diskussion
12:15Mittagspause
13:15Rechtliche Anforderungen an die Vorbereitung und die Festsetzung von städtebaulichen Entwicklungssatzungen
Dr. Holger Schmitz, Noerr LLP, Berlin
14:00Fragen und Diskussion
14:15Kaffeepause
14:45Praxisbericht: Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Abgrenzung des Entwicklungsbereichs, Anforderungen an die Begründung zur Entwicklungssatzung, gemeindliche Pflichten, Durchführung der SEM
Andreas Kniewel, Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Berlin
15:45Fragen und Diskussion
16:00Bürgerbeteiligung am Beispiel der vorbereitenden Untersuchungen Mitte Altona in Hamburg
Veronika Hilbermann & Arno Pletz, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg
16:45Fragen und Diskussion
17:00Ende des ersten Tages

 16.11.2018, Freitag

09:30Einführung
Maria Köppen-Fuhrmann, Institut für Städtebau Berlin
09:45SEM: Ein Instrument zur Schaffung bedarfsgerechten Wohnungsbaus?
Joachim Sichter, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen - Wohnungsneubau: Projektmanagement und Bauleitplanung, Berlin
10:30Fragen und Diskussion
10:45Entwicklungsmaßnahme Bahnstadt Heidelberg: Vom Konzept zur Umsetzung
Projektvorstellung, Sicherung architektonischer und städtebaulicher Qualitäten, Effizienz und Profitabilität
Thomas Rebel, stellv. Leitung des Stadtplanungsamtes, Stadt Heidelberg
11:30Fragen und Diskussion
11:45Kaffeepause
12:00Erwerbs- und Veräußerungspflichten der Gemeinde – Ausnahmen, Fristen, Ausgleich
Vorkaufsrecht, Enteignungsvoraussetzungen, Abwendung, Ausnahmen von Erwerbspflicht, Ablösevereinbarungen, Übernahmeverlangen, Rückveräußerung, Ausgleichsbeträge, Erwerbsmodelle
Michael Hoppenberg, Wolter Hoppenberg Rae, Münster
12:45Fragen und Diskussion
13:00Mittagspause
14:00Freiburger Konsensmodell Dietenbach
zügige Durchführung SEM trotz disperser Eigentümerstrukturen, Kooperation, Abwendungsvereinbarung
Dr. Thomas Burmeister, Bender Harrer Krevet Rae, Freiburg
14:45Fragen und Diskussion
15:00Ende der Veranstaltung

 

 

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Tagungsort

Institut für Städtebau Berlin Schicklerstraße 5-7
10179 Berlin

Referent/innen

  • Uli Helweg

    Hellweg Urban Concept Berlin

  • Dr.-Ing. Egbert Dransfeld

    Inhaber und Leiter des Instituts für Bodenmanagement (IBoMa), Dortmund

  • Dr. Holger Schmitz

    Noerr LLP, Berlin

  • Andreas Kniewel

    Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Berlin

  • Veronika Hilbermann

    Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg

  • Arno Pletz

    Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg

  • Joachim Sichter

    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen - Wohnungsneubau: Projektmanagement und Bauleitplanung, Berlin

  • Thomas Rebel

    stellv. Leitung des Stadtplanungsamtes, Stadt Heidelberg

  • Michael Hoppenberg

    Wolter Hoppenberg Rae, Münster

  • Dr. Thomas Burmeister

    Bender Harrer Krevet Rae, Freiburg

Moderation

Maria Köppen-Fuhrmann M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 350,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe, die Mittagsversorgung am ersten Veranstaltungstag sowie Getränke in den Kaffeepausen enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Maria Köppen-Fuhrmann
Telefon: 030-230822-23
E-Mail: koeppen@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).