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Raumordnung, Fachplanung und Bauleitplanung im Spannungsfeld

Fortbildungsnachweis

Das Verhältnis zwischen Raumordnung, Bauleitplanung und raumbezogener Fachplanungen ist komplex und mitunter schwierig. Die zwischen den einzelnen Kompetenzbereichen der Planungen verlaufenden Grenzen sind nicht immer leicht abzustecken. Unsicherheiten können letztlich zu nicht unerheblichen Problemen in der Praxis führen.

Auf der Tagung sollen Fragen hinsichtlich des Wirkungsgefüges der sektoralen Planung und der Gesamtplanung gestellt und diskutiert werden. Was darf die Bundesraumordnung seit der Raumordnungsnovelle 2017 regeln und welche Bindungswirkungen ergeben sich daraus? Wie weitreichend ist die Anpassungspflicht der Bauleitplanung an die Ziele der Raumordnung? Kann eine Zielwidrigkeit zur Unwirksamkeit eines Bebauungsplans führen?

Welche Verbindlichkeit haben fachplanerische Festsetzungen im Verhältnis zur Raumordnung und wo verlaufen die Grenzen raumordnerischer Festlegungen? All diese Fragestellungen sollen auch anhand
aktueller Themenbereiche erörtert und beantwortet werden.

Das Seminar richtet sich an alle Fachleute in der Verwaltung, private Büros, Institute und Verbände, die im Rahmen der Raumordnung, Fachplanung und Bauleitplanung tätig sind sowie an alle am Thema Interessierte.

Bitte bringen Sie die aktuellen Fassungen des BauGB, des ROG und der jeweiligen Fachgesetze mit.

Programmablauf

Donnerstag, 06.12.2018

09:30Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
10:00Begrüßung und Einführung
Mareike Schnorr, Institut für Städtebau
10:15Aktuelle Aufgabenfelder der Raumordnung in Bund und Ländern
Aktuelle Themenfelder, Erweiterung der Kompetenz des Bundes durch die Raumordnungsnovelle 2017
Prof. Dr. jur. Willy Spannowsky, Technische Universität Kaiserslautern, Richter am Oberlandesgericht Zweibrücken
10:45Diskussion
11:00Kaffee und Kontakte
11:30Steuerungsmöglichkeiten der Regionalplanung
Zur Rolle der Regionalplanung, Ziele und Grundsätze der Raumordnung, Bedeutung der
Erläuterungen von Zielen der Raumordnung, konfligierende Zielaussagen, Möglichkeiten der Zielabweichung
Prof. Dr. Gerd Hager, Verbandsdirektor Regionalverband Mittlerer Oberrhein, KIT Karlsruhe, Institut für Technologie
12:15Diskussion
12:30Mittagspause
13:30Regionalplan Mittlerer Oberrhein 2020
Herausforderungen für die Regionalplanung in Zeiten von Klimawandel, Digitalisierung, Mobilitätswende und demographischem Wandel
Dr.-Ing. Sebastian Wilske, stellv. Verbandsdirektor Regionalverband Mittlerer Oberrhein
14:15Diskussion
14:30Zum Verhältnis von Bauleitplanung und Raumordnung
Grundlagen - Reichweite der Anpassungsflicht - Auswirkungen von Planungskonflikten auf die Wirksamkeit von Bauleitplänen und auf die Vorhabenzulassung
Dr. Boas Kümper, wiss. Mitarbeiter am Zentralinstitut für Raumplanung (ZIR), Münster
16:00Diskussion
17:00Ende des ersten Veranstaltungstages

 Freitag, 07.12.2018

09:15Ankommen
09:30

Fachplanung und Raumordnung
Wahrung des raumordnungsrechtlichen Kompetenzrahmens, überfachliche Koordination und Abstimmung räumlicher Fachplanungen durch die Raumordnung, Wann entfällt die Bindungswirkung raumordnerischer Zielfestlegungen?
Strikt bindendes Fachrecht, fachrechtliches Konkurrenzverhältnis
Univ.-Prof. Dr. iur. Klaus Joachim Grigoleit, Leiter des Fachgebiets Raumplanungs- und Umweltrecht, TU Dortmund

10:15Diskussion
10:30Kaffee und Kontakte
Linienhafte Infrastruktur-Fachplanung und Raumordnung: Fragen der Planungskompetenz
11:00Stromnetzausbau
Bundesfachplanung statt Raumordnungsverfahren, Vorrang der Bundesfachplanung vor Landesplanungen, Bindungswirkung der Fachplanung für folgende Planfeststellungsverfahren
Univ.-Prof. Dr. iur. Klaus Joachim Grigoleit, Leiter des Fachgebiets Raumplanungs- und Umweltrecht, TU Dortmund
11:45Diskussion
12:00Verkehrsinfrastrukturplanung
Raumordnung und Bandinfrastrukturplanung- das Beispiel der ICE Verbindung München-Berlin
Prof. Dr. jur. Konrad Goppel, Fachgebiet Raumordnung und Landesplanung der Universität Augsburg, Ministerialdirigent a.D.
13:00Mittagspause
14:00Fachplanung und Bauleitplanung
Schnittfelder von Planfeststellung und Bauleitplanung, Fachplanungsprivileg, Planfeststellungsersetzender Bebauungsplan, Praxisbeispiele
Dr.-Ing. Detlef Kron, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Stadterneuerung, Stadt Stuttgart
14:45Diskussion
15:00Ende der Veranstaltung

 

 

 

 

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Tagungsort

Sparkassenverband Baden-Württemberg, Tagungsraum 2a Pariser Platz 3 A
70173 Stuttgart

Referent/innen

  • Prof. Dr. jur. Willy Spannowsky

    Technische Universität Kaiserslautern, Richter am Oberlandesgericht Zweibrücken

  • Prof. Dr. Gerd Hager

    Verbandsdirektor Regionalverband Mittlerer Oberrhein, KIT Karlsruhe, Institut für Technologie (angefr.)

  • Dr.-Ing. Sebastian Wilske

    stellv. Verbandsdirektor Regionalverband Mittlerer Oberrhein

  • Dr. Boas Kümper

    Wiss. Mitarbeiter am Zentralinstitut für Raumplanung (ZIR), Münster

  • Univ.-Prof. Dr. iur. Klaus Joachim Grigoleit

    Leiter des Fachgebiets Raumplanungs- und Umweltrecht, TU Dortmund

  • Prof. Dr. jur. Konrad Goppel

    Universität Augsburg, Ministerialdirigent a.D.

  • Dr.-Ing. Detlef Kron

    Leiter des Amtes für Stadtplanung und Stadterneuerung, Stadt Stuttgart

Moderation

Mareike Schnorr M.Sc. Umweltplanung und Recht

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 350,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Mareike Schnorr
Telefon: 030-230822-20
E-Mail: schnorr@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).