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Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme

Abgesagt

Durch die steigende Wohnraumnachfrage und die regional angespannten Baulandmärkte gewinnt das Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wieder an Bedeutung. So ziehen zunehmend Städte und Gemeinden aufgrund der Schwierigkeiten bei der Baulandmobilisierung die Anwendung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Erwägung, um brachgefallene Flächen wieder nutzbar zu machen.

In der Planungspraxis wirft die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme einige Fragen auf: Was gilt es bei der Durchführung der SEM zu beachten? Welchen Beitrag kann das Instrumentarium zur Bereitstellung von Bauland leisten? Ist die SEM ein geeignetes Instrument um bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen? Wie kann die Finanzierung der SEM erfolgen? Welche Erwerbsmodelle gibt es? Wie kann mit Widerständen Betroffener/der Alteigentümer umgegangen werden? Wie kann die Beteiligung im Rahmen der SEM ausgestaltet werden? Wie können städtebauliche Qualitäten gesichert werden? Wo liegen die Grenzen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme?

Die angestoßenen Fragen werden im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung vor allem für Vertreter der kommunalen Verwaltungen, freie Planungs- und Architekturbüros, Entwicklungsträger und Vertreter der Wohnungswirtschaft beantwortet. Darüber hinaus sind alle anderen am Thema Interessierten herzlich willkommen.

- Weitere Referenten werden in Kürze ergänzt. - 

Programmablauf

06.12.2018, Donnerstag

09:00Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
09:30Einführung
Maria Köppen-Fuhrmann, Institut für Städtebau Berlin
09:45

SEM: Ein Instrument zur Schaffung bedarfsgerechten Wohnungsbaus?
Steffen Kercher, Sonderplanungen und Projektentwicklung, Stadt München

10:30Diskussion
10:45Kaffeepause
11:00

Vorbereitende Untersuchungen: Voraussetzungen und Anforderungen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Voraussetzungen der SEM, Prüfgegenstände der vorbereitenden Untersuchungen, Auskunftspflichten, formelle Schritte der vorbereitenden Untersuchungen, Rechtsfolgen, bodenrechtliche Bedeutung und Fristen
Uli Hellweg, Hellweg Urban Concept Berlin

12:00Fragen und Diskussion
12:15Mittagspause
13:15Praxisbericht: Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Abgrenzung des Entwicklungsbereichs, Anforderungen an die Begründung zur Entwicklungssatzung, gemeindliche Pflichten, Durchführung der SEM
Dr. Frank Burlein, Geschäftsführer Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, Erfurt
14:15Fragen und Diskussion
14:30Kaffeepause
15:00Erwerbs- und Veräußerungspflichten der Gemeinde – Ausnahmen, Fristen, Ausgleich
Vorkaufsrecht, Enteignungsvoraussetzungen, Abwendung, Ausnahmen von Erwerbspflicht, Ablösevereinbarungen, Übernahmeverlangen, Rückveräußerung, Ausgleichsbeträge
15:45Fragen und Diskussion
16:00

Entwicklungsmaßnahme Freiburg Dietenbach: Vom Konzept zur Umsetzung
Ablauf, Grundlagen und Ergebnisse der Vorbereitenden Untersuchungen für Dietenbach, Begründung der Entwicklungssatzung, Ziele und Zwecke der SEM, Finanzierungsmodell, Grunderwerb und Kooperationsmodell, Bürgerdialog und Betroffenenbeteiligung, Wettbewerbsergebnisse
Ingo Breuker, Projektgruppe Dietenbach - Planungssteuerung, Stadt Freiburg im Breisgau

16:45Fragen und Diskussion
17:00Ende der Veranstaltung

Tagungsort

MS Weitblick Sapporobogen 6
80637 München

Moderation

Maria Köppen-Fuhrmann M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten vom ISW eine Teilnahmebestätigung. Die Veranstaltung wird von der AKH anerkannt. Das Anerkennungsverfahren bei der AKBW ist noch nicht abgeschlossen.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Maria Köppen-Fuhrmann
Telefon: 030-230822-23
E-Mail: koeppen@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 089 54 27 06 0 ).