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Überplanung von Bestandsbebauung und Altbebauungsplänen

Ausgebucht

Die Veranstaltung ist ausgebucht.

Im Zuge von Innenentwicklung und Nachverdichtung begegnen Städte und Gemeinden regelmäßig gewachsenen baulichen Strukturen. Diese sind nicht selten auf der Grundlage von übergeleiteten Bebauungsplänen oder von Bebauungsplänen aus der "Frühzeit" von BauGB und BauNVO entstanden. Die Überplanung solcher Strukturen und der Umgang mit "Altbebauungsplänen" ist nicht selten schon deswegen anspruchsvoll, weil zunächst sorgfältig ermittelt werden muss, ob und welche Baurechte bestehen. Denn nur so kann beurteilt werden, ob im Zuge der Überplanung in Baurechte eingegriffen wird. Um die Grundlagen der Abwägung korrekt zu ermitteln, dann rechtsfehlerfrei abzuwägen und außerdem Planungsschadensansprüche zu vermeiden, gilt es einiges zu beachten.

Im Rahmen des Fachseminars werden praxisorientiert neben den zentralen rechtlichen Anforderungen anhand von verschiedenen Fallbeispielen auch die planungsfachlichen Anforderungen erläutert.

Programmablauf

13.11.2019, Mittwoch

Beginn: 10:00 Uhr, Ende 16:30 Uhr

09:30 Anmeldung/Ausgabe der Tagungsunterlagen
   
 

1. Ausgangslage – Warum Überplanung?

a) Innentwicklung und Nachverdichtung
b) Steuerung der baulichen Entwicklung
c) § 34 BauGB keine geeignete Alternative

  2. Rechtliche Ausgangslage – Ermittlung des bauplanungsrechtlichen „Status Quo“

a) Entscheidende Fragestellungen
- Welche Baurechte bestehen?
-  Welches Verfahrens darf es denn sein?
-  Neuplanung oder Planänderung?
-  Planungsschadensrecht
-  Insbesondere: Entwicklungen im unbeplanten Innenbereich und Planungsschadensrecht

b) … auf der Ebene der Bebauungspläne
- Alte Bebauungspläne – statische Verweisungen
- Insbesondere: Verweis auf alte Fassungen des Landesrechts
- Klassische Fehler von „alten“ Bebauungsplänen und von deren Vorgängern
- Funktionslosigkeit und „Aufgabe“ von Grundzügen einer Planung im Planvollzug

c) unterhalb der Ebene der Bebauungspläne
- Bedeutung von Baugenehmigungen
- Schwarzbauten und Bestandschutz
  Mittagspause
 

3. Konsequenzen für die Bebauungsplanung

a) Begründung der Überplanung

b) Auswahl geeigneter Festsetzungen, insbesondere zur Art der baulichen Nutzung (Baugebiete, Fremdkörperfestsetzungen)
- zum Maß der baulichen Nutzung
- zur überbaubaren Grundstücksfläche

c) Umgang mit bestehenden Baurechten in der Abwägung nach § 1 Abs. 7 BauGB und die Anforderungen an die Begründung

16:30 Ende der Veranstaltung

 

Tagungsort

Sparkassenakademie, Tagungsraum 2b Pariser Platz 3 A
70173 Stuttgart
In Verbindung mit dieser Buchung können Sie das Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn nutzen.

Referent/innen

  • Dr. jur. Sebastian Seith

    Bender Harrer Krevet Rechtsanwälte/ Partnerschaft mbB, Freiburg

  • Dr. Patrick Heinemann

    Bender Harrer Krevet Rechtsanwälte

Moderation

Maria Köppen-Fuhrmann M.Sc. Stadt- und Regionalplanung

Wissenschaftliche Referentin ISB Berlin

Fortbildungsnachweis

Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 300,00 EUR.

In der Teilnahmegebühr sind eine Tagungsmappe sowie Getränke enthalten.

Kontakt

Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an:
Maria Köppen-Fuhrmann
Telefon: 030-230822-23
E-Mail: koeppen@staedtebau-berlin.de

Für organisatorische Auskünfte wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (Telefon: 030 23 08 22 0 ).