Neues Wohnungswesen und nachhaltiger Wohnungsbau
Symposium am 18.11.2026 in KölnDer Wohnungsbau steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: Steigende Baukosten, veränderte Wohnbedürfnisse, prekäre kommunale Haushalte und die fortschreitende Klimakrise erfordern neue Ansätze in Planung, Entwicklung und Umsetzung. Gleichzeitig gewinnen Fragen nach nachhaltigen, ressourcenschonenden und sozial ausgewogenen Wohnformen zunehmend an Bedeutung.
In zwei Panels sollen verschiedene Perspektiven auf den Wohnungsbau und das Wohnungswesen beleuchtet werden. Panel 1 beschäftigt sich mit dem notwendigen Wandel einerseits bei der Bauweise und andererseits bei der Sanierung des Bestands. Im Panel 2 wird der Blick auf das Wohnen in ländlicheren Räumen gelenkt. Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen lokaler Wohnungsmärkte erfordern differenzierte Ansätze für die Entwicklung zukünftiger Wohnformen. Neben dem weiterhin dominierenden Einfamilienhaus gilt es, neue Konzepte des Wohnens und Zusammenlebens zu etablieren, die auf veränderte gesellschaftliche und räumliche Anforderungen reagieren.
Die Veranstaltung knüpft an die gleichnamige Publikation des ISW an, die im August erschienen ist und erneut eine Beispielsammlung gegenwärtiger Planungspraxis liefert. Sie kann unter Publikationen kostenfrei heruntergeladen werden.
Gemeinsam mit den Referent:innen und allen Teilnehmer:innen möchten wir zentrale Fragestellungen der zukünftigen Wohnraumentwicklung diskutieren und Lösungsansätze für eine nachhaltige Transformation des Wohnungsbaus in den Blick nehmen.
Die Publikation wird im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Das Symposium wird zudem von der Wiechers Stiftung Städte für Menschen unterstützt.
REFERENT:INNEN
- Alexander Bendzko, Geschäftsführung, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH
- Florian Bertz, Abteilungsleitung Technik, GWG - Wohnungsgesellschaft Reutlingen mbH
- Manfred Brennecke, Gründer und Partner, Arc Architekten
- Jenni Follmann, Landauer Leerstandsinitiative e.V.
- Eva Herr, Amtsleitung Stadtplanungsamt, Stadt Köln
- Philipp Münster, Amtsleitung Stadtplanungsamt, Stadt Ingolstadt
- Dr. Valerie Rehle, Hochschule für Technik, Stuttgart
- Marcel Seehuber, Vorstand, SauRiassl Syndikat e.V.
- Kirsten Staemmler, Projektleitung, Projekt- und Baumanagement, Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg
Es fällt keine Teilnahmegebühr an, aus organisatorischen Gründen bitten wir aber um Anmeldung bis zum 11. November 2026.
Programmablauf
Mittwoch, 18.11.2026
| 12:00 | Empfang der Wiechers Stiftung Städte für Menschen |
| 12:45 | Begrüßung und Einführung Prof. Julian Wékel, Dr. Timo Munzinger, Rüdiger Wiechers |
| 13:00 | Vorstellung der Publikation Laureen Nievel, ISW |
| IMPULSE & DISKUSSION | |
| 13:20 | Panel 1: schnell, einfach, anders?! Wohnungsbau in herausfordernden Zeiten Wie viel Sanierung ist genug? Modellprojekt Pfaffengrund in Heidelberg Kirsten Staemmler Das „Haus fast ohne Heizung“ in Ingolstadt Alexander Bendzko, Philipp Münster Matthias-Erzberger-Höfe in Reutlingen: Serielles Bauen auf dem alten Bauhofareal Florian Bertz Micro-Living: Die (neue) Wohnung für das Existenzminimum? Eva Herr |
| 14:10 | Moderiertes Gespräch mit den Referent:innen und Teilnehmenden |
| 15:00 | Kaffeepause |
| 15:30 | Panel 2: Alternative Wohnideen für den ländlichen Raum Auslaufmodell oder Umbauprojekt? Ideen und Maßnahmen für die Zukunft des Einfamilienhausbestands Dr. Valerie Rehle Gemeinwohl statt Eigentum: Das SauRiassl Syndikat aus Altötting Marcel Seehuber Mehrgenerationenwohnen im ländlichen Raum. Der Pallaufhof in Münsing Manfred Brennecke Hand in Hand gegen Leerstand. Bürgerschaftliches Engagement zur Aktivierung von Wohnflächenpotenzialen in Landau Jenni Follmann |
| 16:10 | Moderiertes Gespräch mit den Referent:innen und Teilnehmenden |
| 17:00 | Resümee und Abschlussdiskussion |
| 17:15 | Ende der Veranstaltung |
--- Programmänderungen vorbehalten ---
