Ausschreibungen für dialogorientierte (Stadt-)Planungsvorhaben
Vergaberechtliche Rahmenbedingungen, inhaltliche Bausteine und interne Organisation Online-Seminar am 20.01.2027Die Beteiligung von Bürger:innen und weiteren Stadtakteuren an Planungsprozessen ist ein zentrales Element einer demokratischen, nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung.
Auch in Zeiten von Entbürokratisierung, Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren bleibt die Öffentlichkeitsbeteiligung ein wesentlicher Bestandteil solcher Prozesse.
Nicht immer wird jedoch in öffentlichen Ausschreibungen deutlich, was genau angefragt wird oder worin Spielräume der anbietenden Büros liegen: Es kann also einerseits sein, dass die Darstellungen von Aufgabe, Zielen und Anforderungen an das (partizipative) Vorhaben so breit sind, dass für die anbietenden Büros unklar bleibt, was genau gefordert ist und womöglich Vorgehensweisen ausarbeiten und anbieten, die nicht zur Vorstellung der Kommune passen. Andersherum sollten die Vorgaben nicht zu eng sein, um Gestaltungsspielräume zuzulassen. Doch wie können Ausschreibungen so auf den Weg gebracht werden, dass sie einen klaren Rahmen stecken und Freiräume verdeutlichen?
Ziel des Seminars ist es, die planerischen, projektbedingten und die vergaberechtlichen Rahmenbedingungen in der Stadtentwicklung aus Sicht der Verwaltung zu beleuchten, um Hinweise herauszuarbeiten, wie Ausschreibungen maßgeschneidert formuliert werden können – sowohl für Wettbewerbsverfahren als auch konkrete bis komplexe (Stadt-)Planungsvorhaben.
Dabei wird folgenden Leitfragen nachgegangen:
- Wie können diese verwaltungsintern so koordiniert werden, dass sie aufgegriffen werden und in einer umsetzbaren Aufgabenbeschreibung münden?
- Wie detailliert soll in der Angebotsphase die Konzeption ausgearbeitet sein?
- An welchen Formalien muss ein Angebot bemessen werden?
- Wieviel unbezahlte Vorarbeit wird gefordert?
- Und können die Ausschreibenden tatsächlich die planerischen und dialogischen Konzepte miteinander vergleichen, um diese mit ihren Maßstäben der Vergabekriterien tatsächlich zu beurteilen?
Diesen Fragen nähern wir uns in einem Mix aus Impulsen, Erfahrungsaustausch und in Kleingruppenarbeit an konkreten Projekten, damit sie gestärkt zurück in den Arbeitsalltag gehen können.
Programmablauf
Mittwoch, 20.01.2027
| 08:50 | Öffnung des digitalen Veranstaltungsraums |
| 09:00 | Begrüßung und Kennenlernen Laureen Nievel, Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen |
| 09:15 | Einführung: Wann ist ein Projekt bereit für die Ausschreibung? Ein Blick auf Planungsprozesse und vorab zu klärende Fragen Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen |
| Rückfragen und Diskussion | |
| 10:15 | Stadtentwicklung im Kontext mit Vergaberecht – Teil I
Oliver Voitl |
| Rückfragen und Diskussion | |
| 12:00 | Mittagspause |
| 13:00 | Bausteine einer guten Leistungsbeschreibung
Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen |
| Rückfragen und Diskussion | |
| 14:00 | Arbeit und Austausch in Kleingruppen Besprechung eigener „Fälle“, kollegialer Erfahrungsaustausch |
| 14:45 | Kaffeepause |
| 15:00 | Stadtentwicklung im Kontext mit Vergaberecht – Teil II
Oliver Voitl |
| Rückfragen und Diskussion | |
| 16:00 | Feedbackrunde |
| 16:30 | Ende des Online-Seminars |
---Programmänderungen vorbehalten---
Informationen und technische Hinweise
Die Teilnahmegebühren verstehen sich pro Person und Online-Seminartermin.
Weiterführende Informationen erhalten Sie in den Teilnahmebedingungen für die Online-Seminare.
Die Veranstaltung wird mit dem Anbieter ZOOM durchgeführt.
